Heute ist der 20. Mai 2026, und das Bach-Museum in Leipzig öffnet seine Türen für eine ganz besondere Sonderausstellung: „Jüdisches Leben und die Musikerfamilie Bach“. Diese Ausstellung feiert nicht nur die Musik, sondern auch die Geschichte und Kultur, die eng mit den jüdischen Wurzeln verbunden sind. Ein aufregendes Ereignis, das um 18 Uhr beginnt und im Rahmen des Themenjahres „Tacheles 2026. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“ steht.
Die Ausstellung verspricht, ein wahres Fest für die Sinne zu werden. Besucher können sich auf eine dreiteilige Erlebnisreise freuen, die mit der Schatzkammer des Bach-Museums beginnt. Hier werden wertvolle Bestände des Bach-Archivs, darunter Autographen und Drucke der „Max Abraham & Henri Hinrichsen Memorial Bach Collection“, zu bestaunen sein. Ein Blick in Bachs theologische Bibliothek öffnet Fenster zu den zeittypischen Haltungen gegenüber Juden. Es wird deutlich, wie Musik und Religion in der Zeit von Johann Sebastian Bach miteinander verwoben waren.
Einblicke in die jüdische und christliche Perspektive
Im zweiten Teil der Ausstellung wird das Spannungsfeld zwischen jüdischen und christlichen Perspektiven beleuchtet. Besonders interessant wird der Orgelstreit zwischen orthodoxen und reformorientierten Juden thematisiert, der Bachs Kontakte zu Gelehrten und die damit verbundenen Herausforderungen aufzeigt. Das ist spannend – hier wird Geschichte lebendig und zeigt, wie tief die Wurzeln von Bachs musikalischem Erbe reichen.
Ein besonderes Augenmerk gilt auch den jüdischen Familien, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine Leidenschaft für Bachs Werke entwickelten. Ihre Sammelleidenschaft wird durch Musikalien dokumentiert, die mit den Namen von Sammlern wie Max Abraham, der die erste öffentliche Musikbibliothek Deutschlands stiftete, und Henri Hinrichsen, dessen Schicksal im Holocaust tragisch endete, verbunden sind. Diese Geschichten, die zwischen den Noten verborgen liegen, sind es wert, erzählt zu werden.
Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm
Die Ausstellung wird bis zum 13. Dezember 2026 geöffnet sein, und die Besuchenden dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Begleitprogramm freuen. Thematische Führungen sind im Eintrittspreis von 14 Euro (ermäßigt 9 Euro, Kinder bis 18 Jahre kostenfrei) bereits inbegriffen. An bestimmten Freitagen und Sonntagen wird es Führungen geben, die den tiefen Einblick in die Verbindung zwischen Bach und jüdischer Kultur bieten. Dazu kommen kostenlose Konzerte, die in einem besonderen Rahmen stattfinden. Hier wird es moderierte Konzerte mit Klavier- und Kammermusik von Bach und seinen Söhnen geben, was das Ganze noch aufregender macht!
Ein Highlight werden die Hörstationen sein, die den Klängen von Synagogenkonzerten mit Werken beider Traditionen – jüdischer und christlicher Komponisten – eine Stimme geben. Auch die Klänge eines Schofars, das in der jüdischen Tradition eine bedeutende Rolle spielt, werden zu hören sein. Geschichten über alltägliche Herausforderungen, wie den Streit um das jüdische Laubhüttenfest oder eine unerlaubte Hochzeit, werden die Besucher zum Nachdenken anregen.
Öffnungszeiten und weitere Informationen
Das Bach-Museum hat von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung ist nicht nur ein Ort der Begegnung mit Geschichte und Musik, sondern auch ein Raum, der zum Dialog einlädt. Wer mehr über die Ausstellung erfahren möchte, findet sämtliche Informationen auf der Website des Bach-Museums Leipzig.
Lasst euch von der Faszination der Musik und den Geschichten, die sie erzählt, mitreißen! Hier wird nicht nur die Verbindung zwischen Bach und dem jüdischen Leben erlebbar, sondern auch das kulturelle Erbe, das uns bis heute prägt.




