Antifaschistische Wirtschaftspolitik: Aufruf zur sozialen Gerechtigkeit!
Am 9. März 2026 thematisiert die Veranstaltung „Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik“ die drängenden Fragen rund um soziale Gerechtigkeit und ökonomische Ungleichheit. Organisiert von der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen in Kooperation mit linXXnet und INTERIM, wird die Veranstaltung am Donnerstag, den 19. März um 19:00 Uhr in der Demmeringstraße 32 in Leipzig stattfinden. Sabine Nuss vom Karl Dietz Verlag Berlin wird über die wachsende Bedrohung durch rechte Bewegungen sprechen und die Fragen zur sogenannten „antifaschistischen Wirtschaftspolitik“ aufwerfen, die eine zentrale Rolle in dieser Debatte spielen.
Im Fokus der Diskussion steht die Notwendigkeit eines Wandels von der neoliberalen Politik der letzten Jahrzehnte hin zu einer gezielten Umverteilung von oben nach unten. Diese Umverteilung soll durch staatlich geplante Investitionen gefördert werden, um die soziale Sicherheit zu stärken und die wachsenden Abstiegängste in der Bevölkerung zu adressieren.
Antifaschistische Ökonomik im Fokus
Der Artikel von Prof. Dr. Daniel Deimling, der die Debatte um „antifaschistische Ökonomik“ analysiert, ergänzt die Themen der Veranstaltung erheblich. Deimling betont die enge Verbindung zwischen politischen und ökonomischen Aspekten und beschreibt, wie Inflation sowie steigende Lebenshaltungskosten zur politischen Radikalisierung beitragen können. Diese Thesen wurden durch einen Tweet der Ökonomin Isabella Weber angestoßen, die eine ernsthafte Diskussion über antifaschistische Ökonomik nach der Wiederwahl von Donald Trump forderte.
Weber sieht insbesondere Haushalte mit niedrigem Einkommen stark von den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen betroffen. Sie kritisiert die Reaktion der Demokraten auf die Inflation als unzureichend und fordert Maßnahmen wie Übergewinnsteuern und staatliche Preiskontrollen zur Entlastung der ärmeren Bevölkerung. Ihre Argumentation spiegelt die Notwendigkeit wider, eine Wirtschaftspolitik zu entwickeln, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert.
Kritik an neoliberaler Politik
Deimling argumentiert, dass die neoliberale Wirtschaftspolitik die Entstehung von sozialer Unsicherheit und Ungleichheit begünstigt hat. Der autoritäre Charakter, der in der Gesellschaft immer sichtbarer wird, ist laut Deimling ein Ergebnis des Anpassungsdrucks an repressive Verhältnisse. Die Berlin Summit Declaration, die von 572 Ökonomen unterzeichnet wurde, sieht den Anstieg rechtspopulistischer Bewegungen als direkte Folge dieser Unsicherheiten und fordert Maßnahmen zur Einkommens- und Vermögensgerechtigkeit sowie zur Bekämpfung des Klimawandels.
Die Veranstaltung zur antifaschistischen Wirtschaftspolitik bietet daher eine wertvolle Plattform, um die grundlegenden Fragen und Strukturen im Kapitalismus zu beleuchten und darüber nachzudenken, warum Menschen in Krisenzeiten eher zu rechten Parteien tendieren. Die Diskussion steht unter dem Zeichen der Notwendigkeit, eine Neudefinition der ökonomischen Ziele vorzunehmen, um soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.



