Am vergangenen Montag hat sich der Allinger Gemeinderat in einer gut besuchten konstituierenden Sitzung offiziell neu aufgestellt. Unter den Zuschauern waren nicht nur die üblichen Verdächtigen, sondern auch zahlreiche Kinder, die sicher gespannt auf die Geschehnisse blickten. Sieben neue Gremiumsmitglieder haben ihre Gelöbnisse abgelegt, und die Aufregung war förmlich zu spüren! Bürgermeister Stefan Joachimsthaler von der CSU, der den Posten erst im März 2026 mit einem beeindruckenden Stimmenanteil von 86,4 Prozent errungen hatte, wurde erneut in sein Amt gewählt. Gegenkandidaten hatten es nicht leicht, denn die Wähler schienen mit Joachimsthaler sehr zufrieden zu sein.
Die Wahl des Ersten Stellvertreters verlief hingegen harmonisch. Hans Friedl von der DG Alling/Freie Wähler wurde einstimmig gewählt, was zeigt, dass es hier kein böses Blut gibt. Doch die Wahl des Dritten Bürgermeisters sorgte für etwas mehr Diskussionen. Andreas Lang von der Allinger Bürgervereinigung schlug Marina Nigel vor, während Hans Friedl Karl Wörl von der DG Biburg-Holzhausen ins Rennen schickte. Nach einer spannenden Abstimmung erhielt Wörl neun Stimmen und wurde zum Dritten Bürgermeister gewählt, während Nigel mit sieben Stimmen zur Vierten Bürgermeisterin gewählt wurde. Eine interessante Wendung, die zeigt, wie vielfältig die Meinungen im Gremium sind.
Ausschüsse und neue Regelungen
Die Struktur der Ausschüsse bleibt unverändert. Es gibt weiterhin vier: den Haupt- und Finanzausschuss, den Ferienausschuss, den Rechnungsprüfungsausschuss und den Werksausschuss. Eine bedeutende Änderung jedoch ist die Abschaffung des Postens des Vereinsreferenten. Die Aufgaben werden nun auf mehrere Referenten verteilt, was möglicherweise für mehr Abwechslung und frische Ideen sorgen könnte. In einer digitalen Welt werden Bekanntmachungen künftig nur noch online auf der Gemeindehomepage veröffentlicht, mit Ausnahme der gesetzlich vorgeschriebenen Bekanntmachungen. Das ist sicher ein Schritt in die Zukunft, auch wenn es den einen oder anderen alten Hasen vielleicht etwas mulmig macht.
Ein weiteres neues Regelwerk sorgt für Aufsehen: Ordnungsgelder für Ratsmitglieder, die sich erheblich störend verhalten oder unentschuldigt fehlen. Das könnte das Klima im Gemeinderat auflockern, und vielleicht wird der eine oder andere künftig etwas besser aufpassen, um nicht ins Schlingern zu geraten.
Ein Blick auf Alling
Alling selbst, eine charmante Gemeinde im Landkreis Fürstenfeldbruck, liegt etwa 25 Kilometer westlich von München und hat in den letzten Jahren ein beachtliches Wachstum erlebt. Die Einwohnerzahl stieg zwischen 1988 und 2018 um ganze 37,2 Prozent, was aus 2.845 Einwohnern stolze 3.903 machte. Momentan leben hier rund 4.105 Menschen auf 21,02 Quadratkilometern, was einer Bevölkerungsdichte von 195 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Die lokale Wirtschaft ist vielfältig: 41 landwirtschaftliche Betriebe und einige im verarbeitenden Gewerbe sowie Bauhauptgewerbe sind hier aktiv. Spannend ist, dass über 1.700 Allinger außerhalb der Gemeinde arbeiten – ein Zeichen für die Anziehungskraft der Region.
Die Hoflacher Kapelle, die an die Schlacht bei Alling von 1422 erinnert, ist ein historischer Ort, der zu besonderen Anlässen zugänglich ist. Diese kleinen Schätze machen Alling zu einem Ort voller Geschichte und Community-Gefühl. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Beschlüsse des Gemeinderats auf das Leben in der Gemeinde auswirken werden, aber eines ist sicher: Die Menschen hier sind engagiert, und es gibt immer etwas zu besprechen.



