Kitan der Amurleopard: Von Zweifeln zu Liebesglück im Zoo Leipzig!
Der Zoo Leipzig steht seit kurzem im Fokus der Medien, insbesondere wegen der Geburtenplanung bei seinen Amurleoparden. Kitan, ein Amurleopard, kam mit großen Erwartungen aus Rotterdam nach Leipzig. Er sollte gemeinsam mit Mia für Nachwuchs sorgen. Doch zunächst zeigten selbst die Pfleger Zweifel an Kitans Fortpflanzungsfähigkeiten. Diese Bedenken wurden in der Doku-Soap „Elefant, Tiger und Co.“ laut, wo negative Kommentare über Kitan geäußert wurden. Nach der Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms wurde Kitan nach Leipzig gebracht, nachdem der 19-jährige Leopard Xembalo aus der Zucht genommen worden war.
In den vergangenen Jahren gab es im Leoparden-Gehege des Zoos Leipzig wenig erfreuliche Nachrichten. Der letzte Nachwuchs, die Katze Manju, wurde vor drei Jahren geboren und lebt mittlerweile im Zoo Kopenhagen. Kitan zeigte anfangs kein Interesse an seiner Partnerin Mia, was zu weiteren kritischen Kommentaren der Pfleger führte. Pfleger Lasse Nieberding entschuldigte sich in der Sendung für seine negativen Aussagen über Kitan.
Wende in der Zuchtplanung
Inzwischen scheint sich die Situation für Kitan und Mia verbessert zu haben. MDR-Sprecher Christian Speyer erklärte, dass Kitan auf den richtigen Moment gewartet habe, um Mia zu decken. Der MDR gab zudem eine Gegendarstellung heraus, in der sie ihre vorherigen Aussagen über Kitan zurücknahmen und ihn sogar als „Mr Lover Lover“ bezeichneten. Diese positive Wende könnte nun die Hoffnungen auf neuen Nachwuchs im Zoo Leipzig nähren.
Der Zoo hat zudem eine lange Tradition in der Zucht von Amurtigern, die mit über 370 erfolgreichen Geburten seit 1957 den Titel des erfolgreichsten Züchters weltweit trägt. Amurtiger sind die größten Katzen der Erde, sie können eine Gesamtlänge von über 3 Metern erreichen und bis zu 300 Kilogramm wiegen. Diese majestätischen Tiere leben als Einzelgänger in festen Revieren und sind bekannt für ihre Sprungkraft, mit der sie bis zu 10 Meter weite Sprünge machen können.
Schutz und Zucht der Amurtiger
Die Amurtiger im Zoo Leipzig leben in einer naturnah gestalteten Tiger-Taiga, die den Tieren ermöglicht, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Besonders bemerkenswert ist, dass es heute nur noch etwa 360 Amurtiger in der Taiga gibt, was ihre Art stark bedroht. Aufgrund dieser Gefährdung werden sie im Rahmen eines europäischen Erhaltungszuchtprogramms betreut.
Interessierte Besucher des Zoos können die Tiere täglich beim Baden beobachten, wobei die Fütterungen und Kommentierungen um 17:00 Uhr stattfinden. Diese Berichterstattung und die Aktivitäten im Zoo Leipzig bieten nicht nur spannende Einblicke in das Leben der Amurtiger, sondern auch in wichtige Erhaltungsmaßnahmen ihrer Art.



