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Heute ist der 4.06.2026 und Leipzig pulsiert vor kulturellen Möglichkeiten. Ein Blick auf die Stadt zeigt, wie viel hier los ist – und das besonders am ersten Wochenende im Juni. Wer also noch nichts geplant hat, der sollte unbedingt weiterlesen. In der Stadt gibt es viel zu entdecken!

Eine ganz besondere Veranstaltung, die man nicht verpassen sollte, ist die Foto-Ausstellung über das vergessene jüdische Leben. Diese läuft im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig und trägt den Titel „Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann“. Hier kann man in die faszinierende Welt des jüdischen Fotografen Abraham Mittelmann eintauchen. Er kam 1900 nach Leipzig, gründete ein Fotoatelier und hinterließ ein beeindruckendes Archiv von über 2.000 Glasplatten mit Negativen, die erst in den 80er-Jahren entdeckt wurden. Die Ausstellung läuft bis zum 4. April 2027 – ein langer Zeitraum, der genügend Gelegenheit bietet, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen.

Die Geschichte eines Fotografen

Doch wer war dieser Abraham Mittelmann eigentlich? Geboren am 2. Mai 1876 in Mogiljow, war er zunächst Apotheker, bevor er seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckte. 1904 heiratete er Rosa Mordchin und eröffnete am Löhrs Platz 2 in Leipzig sein erstes Fotostudio. Dort spezialisierte er sich auf Ansichtskarten und Vergrößerungen und dokumentierte sogar bedeutende Ereignisse wie den Kapp-Putsch 1920. Doch die politischen Umstände in Deutschland machten ihm zunehmend zu schaffen. Ab 1933 war er den Schikanen der Nationalsozialisten ausgesetzt, was schließlich zu seiner Flucht aus Leipzig führte. Tragisch endete sein Leben während einer Razzia in Brüssel, wo er am 4. September 1942 ermordet wurde. Seine Kinder, Leon, Nadja und Siegfried, folgten unterschiedlichen Wegen, die alle von Flucht und Überleben geprägt waren.

Die Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum ist nicht nur eine Hommage an den Fotografen, sondern auch an das jüdische Leben in Leipzig, das durch die dunklen Kapitel der Geschichte stark beeinträchtigt wurde. Mit einem Eintrittspreis von 8 Euro für Erwachsene (4 Euro ermäßigt) und freiem Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Zugang zur Erinnerungskultur einfach gestaltet. Zudem ist der Eintritt an jedem 1. Mittwoch im Monat nur 3 Euro – ein tolles Angebot!

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Weitere Ausflugstipps

Aber nicht nur in Leipzig kann man etwas erleben. Am 7. Juni findet im Gartenreich Dessau-Wörlitz der UNESCO-Welterbe-Tag statt. Hier warten spannende Führungen durch die beeindruckenden Schlösser Oranienbaum, Mosigkau und Luisium sowie eine Rucksacktour für Gartendetektive im Wörlitzer Park auf große und kleine Entdecker. Ein Fest für die ganze Familie! Wer die Natur und Kultur liebt, sollte sich diesen Tag unbedingt im Kalender markieren.

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Und für die Familien unter euch: Am 6. Juni wird im Japanischen Garten in Bad Langensalza ein zauberhaftes Märchenfest veranstaltet. Von 14 bis 18 Uhr gibt es Märchenerzählungen, Mitmachangebote und sogar ein Puppentheater mit „Ferdinand der Stier“. Eine Stadtführung zu Märchen und Sagen rundet das Angebot ab. Der Eintritt beträgt 9 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder – und für die ganz Kleinen bis 2 Jahre ist der Besuch sogar kostenlos.

Buch-Tipp für die Leseratte

<pFür alle, die es lieber in die Welt der Bücher zieht, empfehle ich das neueste Werk von Helene Bukowski mit dem Titel „Wer möchte nicht im Leben bleiben“. Die Geschichte einer jungen Pianistin in der DDR thematisiert die drückende Last von Drill und Leistungsdruck und ist ein eindringliches Porträt mit tragischem Ende. Das Buch steht auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 – ein guter Grund, sich mit diesem bewegenden Thema auseinanderzusetzen.

Leipzig und die Umgebung bieten am ersten Juni-Wochenende eine wunderbare Mischung aus Kultur, Bildung und Spaß für die ganze Familie. Egal ob bei einer berührenden Ausstellung, einem spannenden UNESCO-Tag oder einem bunten Märchenfest – die Möglichkeiten sind vielfältig. Packt die Familie ein, schnappt euch die Freunde oder genießt einfach einen Tag für euch selbst. Es gibt viel zu entdecken und zu erleben!