In den frühen Morgenstunden des 14. Februar 2026 wurden gleich mehrere Fahrkartenautomaten in Leipzig durch unbekannte Täter mittels Pyrotechnik gesprengt. Bei den anschließenden Ermittlungen durch die Polizeidirektion Leipzig sowie die Bundespolizei stellte sich heraus, dass der verursachte Sachschaden sich auf über 135.000 Euro beläuft. Der erste Vorfall ereignete sich am S-Bahn Haltepunkt MDR gegen 00:10 Uhr, wo der Automat vollständig zerstört wurde. Der geschätzte Schaden liegt hier bei 30.000 Euro. Nur einige Stunden später, gegen 04:15 Uhr, wurde ein weiterer Automat an der Tramhaltestelle Paunsdorf-Nord gesprengt, wobei die Zerstörung und die verwendete Pyrotechnik einen Verlust von etwa 80.000 Euro zur Folge hatten. Zudem ereignete sich kurz nach 02:00 Uhr eine ähnliche Explosion am S-Bahnhaltepunkt in Stötteritz, wobei auch hier der Automat komplett zerstört und der Schaden auf etwa 25.000 Euro geschätzt wurde. Ermittler prüfen derzeit einen möglichen Zusammenhang zwischen den Straftaten.
Zusätzlich zur Zerstörung dieser Automaten hat die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) bereits in diesem Jahr sechs weitere Fälle von Sprengungen im gesamten Betrieb registriert, welche in St. Egidien, Hohenstein-Ernstthal, Waldheim, Burgstädt und Flöha stattfanden. Die Schäden addieren sich schnell zu mehreren Zehntausend Euro, und solche Vorfälle beeinträchtigen nicht nur den Fahrkartenverkauf, sondern stellen auch eine Sicherheitsgefahr an den betroffenen Bahnhöfen dar. Die MRB hat daher mehrere Maßnahmen ergriffen, um diese Vorfälle zu erschweren, darunter die Ausstattung von Fahrkartenautomaten mit physischem Schutz sowie die Einführung von bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten.
Maßnahmen zur Prävention
Die Verantwortlichen bei der Mitteldeutschen Regiobahn appellieren an die Öffentlichkeit, aufmerksam zu sein und verdächtige Aktivitäten zu melden. Fahrgäste haben die Möglichkeit, Tickets direkt im Zug beim Service-Personal zu erwerben, über die MRB-App oder in den MRB-Kundencentern. Dabei wird betont, dass die Sicherheit der Fahrgäste oberste Priorität haben muss, und die MRB arbeitet eng mit der Bundespolizei zusammen, um präventive Maßnahmen zu entwickeln und zu implementieren.
Die Polizei, die inzwischen sowohl am S-Bahn Haltepunkt MDR als auch an der Tramhaltestelle Paunsdorf-Nord Spurensicherung betrieben hat, sucht nach weiteren Hinweisen, um die Täter zu ermitteln. Hinweise können unter der Telefonnummer 0800 6 888 000 an die Bundespolizei oder an die nächstgelegene Polizeidienststelle gegeben werden. Die Ermittlungen wegen der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sind bereits aufgenommen worden, und die Öffentlichkeit wird um Mithilfe gebeten, um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr zu gewährleisten.
Insgesamt zeigen diese Vorfälle, wie gravierend die Problematik der Sprengungen von Fahrkartenautomaten geworden ist, und sie verdeutlichen die Notwendigkeit verstärkter präventiver Maßnahmen sowie die Aufmerksamkeit der Reisenden.
Für weitere Informationen zu den Vorfällen können die Berichte auf Blaulicht-Ticker, LVZ und Mitteldeutsche Regiobahn nachgelesen werden.


