Am vergangenen Samstag war der Bürgersaal in Schönau ein Ort der musikalischen Begeisterung. Der Harmonika-Club Schönau hatte zu seinem Jahreskonzert eingeladen, und das Publikum war gekommen, um sich von den Klängen des Akkordeons mitreißen zu lassen. 2026 wurde das Akkordeon zum Instrument des Jahres ernannt, und an diesem Abend wurde einmal mehr deutlich, warum. Die Luft war erfüllt von einer Mischung aus Vorfreude und etwas Nervosität, besonders bei den Youngstars des Orchesters, die den ersten Teil des Konzerts mit dem kraftvollen Stück „Born to be wild“ eröffneten.
Allerdings war die Gruppe kleiner als gewohnt. Abiturprüfungen forderten ihren Tribut; daher musizierten die Jungmusiker nicht alleine, sondern wurden von dem gesamten Orchester unterstützt. Ein harmonisches Zusammenspiel, das die Zuhörer schnell in seinen Bann zog. Neben „Born to be wild“ standen auch Werke wie „Conquest of Paradise“, „Achtung! Piraten“, „Dreamcatcher“ und „Flowers“ auf dem Programm. Miriam Windt führte mit sicherer Hand durch den ersten Teil des Abends, während Carmen Windt im zweiten Teil das Zepter übernahm.
Ein Abend voller Melodien
Der zweite Teil des Konzerts versprach nicht weniger. Hier kam der Gastmusiker Jan Kilchling am Schlagzeug ins Spiel, und das Publikum konnte sich auf mitreißende Stücke freuen. „1980-F“ von Peter Bankes, ein Medley „Best of Roy Orbison“ und sogar Filmmusik aus „Game of Thrones“ sorgten für Gänsehautmomente. Als dann „Sweet Caroline“ erklang, sang das Publikum einfach mit – eine schöne, spontane Verbindung zwischen Musikern und Zuhörern.
Weitere Highlights waren „Sway“ und „Sound of Silence“, die das Publikum zum Träumen und Nachdenken anregten. Der Abend fand seinen krönenden Abschluss mit einem Medley der „Supertramp Greatest Hits“. Und als das Orchester eine Zugabe gab, war die Freude perfekt: „Major Tom“ erklang und zauberte ein Lächeln auf die Gesichter aller.
Eine Tradition wird lebendig
Die Veranstaltung war nicht nur ein musikalisches Fest, sondern auch ein Zeichen für den Zusammenhalt der Gemeinschaft. In Zeiten, in denen kulturelle Ereignisse oft auf der Strecke bleiben, zeigte der Harmonika-Club Schönau, wie wichtig es ist, Traditionen lebendig zu halten. Es ist eine Freude zu sehen, wie sich junge Talente in einem solch ehrwürdigen Rahmen präsentieren und von erfahrenen Musikern unterstützt werden.
Veranstaltungen wie diese sind für die Region von enormer Bedeutung. Sie bringen Menschen zusammen, fördern das Interesse an Musik und schaffen Erinnerungen, die lange bestehen bleiben. Und wer weiß, vielleicht wird das Akkordeon in den kommenden Jahren noch mehr Herzen erobern. Es bleibt spannend!



