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Heute ist der 10.06.2026, und in Schönau ist der Sommer schon gut angekommen. Der Tag der Artenvielfalt steht vor der Tür – ein Anlass, um über die kleinen Oasen nachzudenken, die wir für unsere Natur schaffen können. Ein besonders schönes Beispiel findet sich in Gresgen, wo Gerald Nill kürzlich ein Bild von einer jungen Barrennatter in seinem Mini-Teich gemacht hat. Und das ist kein gewöhnlicher Teich! Mit weniger als 500 Litern Wasser ist er zwar klein, doch er zieht lebendige Gesellschaft an. Im Frühjahr haben sich dort mehrere Frösche niedergelassen und fleißig abgelaicht – und jetzt tummeln sich tausende Kaulquappen darin. Ein wahres Eldorado für die Nattern, die sich von diesen kleinen Kerlen ernähren. So klein der Teich auch ist, er zeigt, wie wichtig selbst die kleinsten Wasserflächen für die Artenvielfalt sein können.

Leider hat die Landwirtschaft in der Vergangenheit viele Feuchtgebiete trocken gelegt. Doch es gibt Hoffnung! In Gresgen beherbergt der Löschteich Molche, Frösche und Ringelnattern. Reptilien und Amphibien nehmen dankbar jeden kleinen Lebensraum an, den wir ihnen bieten können. Das ist eine Erinnerung daran, dass auch kleine Maßnahmen große Auswirkungen haben können.

Feuchtbiotope für die Zukunft

In München wird ebenfalls kräftig an der Schaffung neuer Lebensräume gearbeitet. Der Forstbetrieb hat es sich zur Aufgabe gemacht, zahlreiche Feuchtbiotope anzulegen, vor allem im Isartal und im Deisenhofener Forst. Klingt vielleicht erst mal nach Waldverwüstung – doch offene Bodenstellen, Fahrspuren und Wasserlöcher sind der Schlüssel zur Schaffung neuer Naturvielfalt. Nach Regenfällen füllen sich die Senken und bieten ideale Lebensräume für Amphibien und Reptilien. Maximilian Radlmayr, der Revierförster, hebt hervor, wie wichtig Strukturvielfalt bei der Anlage dieser Biotope ist. Alte Wurzeln und Stämme werden gezielt eingebracht, damit Verstecke, Sonnenplätze und Rückzugsorte entstehen.

Bisher sind zwei neue Feuchtbiotope angelegt, drei instandgesetzt und neun seit letztem Jahr gepflegt worden. All das wird durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus gefördert. Im kommenden Frühjahr dürfen wir uns auf die Ankunft von neuen Bewohnern wie Grasfröschen und Gelbbauchunken freuen. Und das ist erst der Anfang!

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Vernetzung ist der Schlüssel

Im Hofheimer Stadtwald wird zurzeit ebenfalls kräftig geackert. Dort sind neue Wasserflächen und Biotopverbünde im Entstehen. Diese neuen Lebensräume bieten Habitate für Amphibien und andere Feuchtgebietsbewohner. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu stärken und Feuchtlebensräume im Naturpark zu vernetzen. Die ersten Regenfälle im Herbst werden die neu angelegten Biotope schnell mit Wasser füllen. Ohne die Errichtung eines Dammes und die Befestigung mit großen Steinen wäre das Wasser wahrscheinlich schnell abgeflossen.

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Der Stadtwald ist von trockenen und strukturarmen Flächen geprägt. Die gezielt geschaffenen Tümpel und Wasserflächen sollen nicht nur die Artenvielfalt fördern, sondern auch die Feuchtigkeit im Wald halten. Die ersten Beobachtungen zeigen bereits eine Besiedlung durch Amphibien wie Grünfrösche und mobile Insekten. Bis Ende 2024 sind zehn Feuchtbiotope in verschiedenen Größen geplant. Auch wenn einige Biotope durch Trockenheit ausfallen, sind ausreichend Alternativen in der Umgebung vorhanden.

Wie schön, dass sich immer mehr Menschen für den Erhalt und die Schaffung von Lebensräumen einsetzen! Es ist eine kleine, aber feine Bewegung, die uns zeigt, wie wir gemeinsam der Natur auf die Sprünge helfen können. Man kann nur hoffen, dass diese Initiativen weiterhin wachsen und gedeihen. Denn am Ende profitieren nicht nur die kleinen Tiere davon, sondern auch wir Menschen – durch die Schönheit und Vielfalt, die uns umgibt.