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In Schönau wird in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Joseph Victor von Scheffel, der Meister des Humors und der Poesie, hätte seinen 200. Geburtstag gefeiert. Dies nimmt das Hochrheinmuseum Schloss Schönau zum Anlass, eine spannende Veranstaltungsreihe zu starten, die sich dem Leben und Werk dieses bemerkenswerten Dichters widmet. Unter dem Titel „Scheffel und die Trompeterstadt – Eine Geburtstagsausstellung“ werden bis November jeden Monat Vorträge angeboten, die die vielfältigen Facetten von Scheffels Schaffen beleuchten.

Der Auftakt der Reihe findet am Donnerstag, den 7. Mai, um 19 Uhr statt. Referent Hans Mehlin wird in seinem Vortrag „200 Jahre Joseph Victor von Scheffel – Nicht nur der Trompeter“ die humorvollen Seiten des Dichters vorstellen. Dabei wird er auch auf Scheffel als badischen Humor-Poeten eingehen und seine Werke wie die Geschichten rund um Kater Hiddigeigei und seine Wanderungen am Rhein und im Hotzenwald thematisieren. Ein wichtiger Bezugspunkt ist die Bad Säckinger Herrengesellschaft Walfischia, die in diesem Jahr ebenfalls ein Jubiläum feiert und zu der Scheffel als Ehrenmitglied gehörte.

Einblicke in Scheffels Welt

Die Veranstaltungsreihe bietet ein breites Spektrum an Themen. So wird am 18. Juni Bernd Croessmann einen Vortrag zu „Von Cousinen, Maidlins und dem frumm Schwesterlyn“ halten, der sich mit Scheffels Kontaktsuche am Hochrhein beschäftigt. Nach einer Sommerpause im Juli und August wird das Programm am 17. September mit Heidy Enderle fortgesetzt, die dem Thema „Der Trompeter von Säckingen – Dichtung und Wahrheit“ nachgeht und die Spannungen zwischen dichterischer Freiheit und Wahrheit beleuchtet. Den Abschluss der Reihe bildet am 1. Oktober ein virtueller Rundgang durch die Trompeterstadt mit Stadtarchivarin Eveline Klein, bei dem auch die Scheffel-Denkmäler besucht werden. Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr und der Eintritt ist frei.

Ein Dichter im Zwiespalt

Die Stadt Säckingen hat eine besondere Verbindung zu Joseph Victor von Scheffel, der von 1826 bis 1886 lebte. Trotz seiner späteren Erfolge als Dichter gibt es Zweifel, ob er sich während seiner Zeit als junger Rechtspraktikant in Säckingen wirklich wohlfühlte. In einem Brief an seine Eltern äußerte Scheffel 1851 den Wunsch, im Sommer nach Karlsruhe zurückzukehren und beschrieb seine Zeit in Säckingen als von Resignation geprägt. Er vermisste die Natur und seine Freunde und reflektierte über seine Zukunft und den Wunsch nach einem erfüllten Leben.

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Am Morgen seines 25. Geburtstags hielt er eine Selbstkontemplation, in der er seine Entwicklung vom Dichter zum „Polizeityrann“ von Säckingen thematisierte. Diese innere Auseinandersetzung und der Wunsch, sich künstlerisch zu entfalten, prägten sein Leben und Werk nachhaltig.

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Das kulturelle Erbe bewahren

Der gemeinnützige Verein „Scheffel-Freunde“ setzt sich aktiv für die Erinnerung an das Werk von Joseph Victor von Scheffel ein, insbesondere für sein bekanntestes Werk „Der Trompeter von Säckingen“. Der Verein fördert die Scheffelräume im Hochrheinmuseum Schloss Schönau und trägt dazu bei, das kulturelle Erbe von Scheffel zu bewahren und zu feiern. Dies geschieht in einem Geist der Wertschätzung für die literarischen und kulturellen Beiträge, die Scheffel geleistet hat und die auch heute noch Menschen berühren und inspirieren.

Die Vortragsreihe im Hochrheinmuseum ist somit nicht nur eine Gelegenheit, mehr über Scheffels Leben und Werk zu erfahren, sondern auch eine Möglichkeit, sich mit der Geschichte und der Kultur der Region auseinanderzusetzen, in der dieser bedeutende Dichter lebte und wirkte.