Heute ist der 21.04.2026 und in der Gemeinde Schönau gibt es Neuigkeiten, die aufhorchen lassen. Anfang April 2026 wurde ein Bauantrag für den Neubau und Umbau des bestehenden Werkhofes gestellt. Die geschätzten Baukosten sind auf 2,4 Millionen Euro gestiegen, was eine Erhöhung um 4,6 Prozent im Vergleich zur vorherigen Kostenschätzung darstellt. Dieser Anstieg wirft Fragen auf, die sowohl den Gemeinderat als auch die Bürger beschäftigen.
Der Gemeinderat hatte bereits im Oktober 2025 die Entscheidung für den Neubau getroffen. Das bestehende Gebäude soll künftig als Kaltlager genutzt werden. Architekt Daniel Hechtinger erklärte, dass die Kostensteigerung hauptsächlich durch die Bodengründung und die Erhöhung der Hallenhöhe auf vier Meter für Lastwagen verursacht wird. Der Neubau wird modernen Anforderungen gerecht und umfasst Fahrzeugstellplätze, temperierte Lagerräume, Büros, eine Küche, Umkleiden, Sanitäranlagen und Werkstätten für die Mitarbeiter des Bauhofes.
Umweltfreundliche Aspekte und Bedenken
In den Planungen fand eine Diskussion über die Verwendung von Lärchenschindeln für die Fassade statt. Hechtinger betonte, dass es vergleichsweise wenig Fassade gebe und die Ostseite eine Betonwand bleibt. Zudem wurde die Idee einer Dachbegrünung als vorteilhaft erachtet, da sie isoliert und das Regenwasser in die angrenzende Wiese leitet. Damit wird nicht nur auf die Umwelt Rücksicht genommen, sondern auch auf die Ästhetik des neuen Werkhofes.
Jedoch gibt es auch kritische Stimmen. Gemeinderat Michael Schröder äußerte Bedenken, dass die Baukosten weiter steigen könnten, und schlug vor, das Projekt auf 2,3 Millionen Euro zu begrenzen. Bürgermeister Peter Schelshorn nannte verschiedene Unwägbarkeiten, wie die Corona-Pandemie und die Energiekrise, die die Kosten beeinflussen könnten. Hechtinger wies darauf hin, dass eine preisliche Toleranz von 20 Prozent bei Bauanträgen üblich sei, was zusätzliche Bedenken im Gemeinderat hervorrief.
Der Zeitplan und mögliche Verzögerungen
Der Gemeinderat hat dem Bauvorhaben grundsätzlich zugestimmt, während die Verwaltung die Notwendigkeit bestimmter Merkmale, wie Hallenhöhe und Fensterjalousien, überprüft. Ausschreibungen sollen im dritten Quartal 2026 erfolgen, gefolgt von Beauftragungen im vierten Quartal 2026. Hechtinger warnte jedoch, dass Verzögerungen zu höheren Kosten führen könnten, was die ohnehin schon angespannten finanziellen Rahmenbedingungen weiter belasten würde.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Neubau des Werkhofes in Schönau nicht nur eine wichtige Infrastrukturmaßnahme darstellt, sondern auch zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt. Die Gemeinde steht vor der Aufgabe, eine Balance zwischen Kosten, Funktionalität und Umweltbewusstsein zu finden. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Situation entwickeln wird und ob die Bedenken der Gemeinderäte berechtigt sind.



