Am 23. April 2026 versammelten sich die Mitglieder der Spitex Dulliken, Obergösgen und Starrkirch-Wil in einem kleinen, aber feinen Raum, um ihre jährliche Vereinsversammlung abzuhalten. Präsidentin Annina Musy-Kast, mit einem Lächeln, das Vertrauen ausstrahlte, leitete die Versammlung und sorgte für einen harmonischen Ablauf. Mit einer Mischung aus Aufregung und Dankbarkeit blickte Betriebsleiterin Karin Zwahlen auf das vergangene Jahr 2025 zurück. Es wurde deutlich, wie wichtig die Spitex für viele Menschen geworden ist, die ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen möchten. Die Jahresrechnung, gewissenhaft von Heike Honerkamp erstellt und von Peter Brandt-dit-Siméon erläutert, wurde ohne viel Federlesens genehmigt. Positive Rückmeldungen gab es auch zum Bericht der Revisionsstelle von Nathalie Würsch.
Ein wichtiger Teil der Versammlung war die Verabschiedung von Susanna Mattenberger. Nach sieben Jahren, in denen sie maßgeblich zur Gestaltung des Personalreglements und des Mahlzeitendienstes beigetragen hatte, hinterließ sie große Fußstapfen. Lisa Kesselring wurde für ihr einjähriges Engagement als Aktuarin gedankt und erhielt warmen Applaus. Neue Gesichter im Vorstand, Christoph Kalt und Thekla Müller-Schenker, wurden herzlich begrüßt. Yvonne Hunkeler, Elke Witter und Christa Sibilia wurden für ihren langjährigen Einsatz geehrt. Das Ziel der Spitex bleibt unverändert: hochwertige Pflege- und Unterstützungsleistungen für die Menschen in der Region bereitzustellen.
Sensibilisierung für Betrugsmaschen
Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda war ein eindringlicher Vortrag der Kantonspolizei Solothurn zum Thema Betrug. Es wurde über die aktuellen Betrugsformen aufgeklärt, insbesondere über die perfide Masche des „falschen Polizisten“. Dieses Thema ist besonders relevant, da erst vor wenigen Monaten, am 20. November 2024, eine Rentnerin in Dulliken Ziel eines solchen Betrugsversuchs wurde. Angeblich sollte ein Polizist ihr Geld abholen, nachdem sie aufgefordert wurde, einen Betrag von ihrer Bank abzuheben. Die Polizei reagierte prompt und leitete entsprechende Maßnahmen ein, was schließlich zur Festnahme eines 45-jährigen Serben führte. Für die Anwesenden – viele von ihnen selbst in einem Alter, in dem diese Betrugsmaschen besonders gefährlich sind – war die Sensibilisierung ein wachrüttelndes Erlebnis.
Die Tatsache, dass solche Betrugsversuche immer wieder aufkeimen, zeigt, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben. Manchmal kann es sich anfühlen, als ob man in einem Film steckt, in dem die Realität verrückte Wendungen nimmt. Da gibt es auch die Berichte über private Spitex-Firmen, die sich als Retter in der Not präsentieren, dabei jedoch oft nur die eigenen Taschen füllen wollen. Ein Beispiel ist der Fall von Nina Müller, deren Mutter palliative Unterstützung benötigte. Eine Firma aus Zürich versprach eine umfassende Betreuung, die sich dann als teurer Schwindel entpuppte. Die Krankenkasse übernahm nicht die erwarteten Kosten, und die Familie sah sich mit horrenden Rechnungen konfrontiert. Es ist einfach schockierend, wie dreist einige Anbieter vorgehen.
Die Entwicklungen in der Pflegebranche sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits gibt es die wertvollen Dienste, die von Organisationen wie der Spitex erbracht werden, die auf Qualität und Menschlichkeit setzen. Andererseits sind da die schwarzen Schafe, die aus der Notlage der Menschen Kapital schlagen wollen. In einer Zeit, in der die Babyboomer älter werden und der Bedarf an Pflegeleistungen steigt, wird der Markt für 24-Stunden-Betreuung immer lukrativer – und damit auch anfälliger für Betrüger. Die Diskussion um diesen Themenkomplex bleibt spannend und wichtig, denn letztlich geht es um die Sicherheit und das Wohlbefinden von Menschen in verletzlichen Lebenslagen.


