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Im Zoo Leipzig haben die unerwarteten Todesfälle der Flachlandgorillas Kio und Kibara für große Bestürzung gesorgt. Kio starb Ende März, gefolgt von Kibara eine Woche später. Die zunächst vermutete Todesursache bei Kibara war Darmversagen, während für Kio die Untersuchungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen waren. Später wurde bekannt, dass die endgültige Todesursache bei Kio Sepsis war, hervorgerufen durch hochinfektiöse E.coli-Bakterien, die massive Darmschäden verursachten. Der pathologische Befund wurde am 23. Mai veröffentlicht und zeichnete ein beunruhigendes Bild über die Gesundheit der beiden Gorillas, was die Zooleitung umgehend in Alarmbereitschaft versetzte. Thüringen24 berichtet, dass die Ursache nun auch mit externen Fachleuten intensiv untersucht wurde.

Die Zooleitung reagierte auf die dramatische Situation in Pongoland mit sofort eingeleiteten Maßnahmen zum Schutz der verbliebenen Gorillas. Sowohl die Fütterung als auch die allgemeine Pflege der Tiere wurden angepasst. Hierzu zählten die Bereitstellung spezieller Tränke mit Ersatzstoffen sowie Zusätze zur Stabilisierung der Darmflora. Die regelmäßige Fütterung durch die Pfleger wurde ebenfalls verstärkt, um die Tiere in dieser schweren Phase zu unterstützen. In der Folge konnte eine Rückkehr zur normalen Fütterungsroutine stattfinden. Dennoch bleibt eine gewisse psychische Belastung bei den Gorillas, die durch den Verlust ihrer Artgenossen gekennzeichnet ist.

Psychische und Physische Auswirkungen auf die Gorillagruppe

Der Verlust von Kio und Kibara hat das Verhalten der übrigen Gorillas, insbesondere des Silberrückenmannes Abeeku und der Gorilla-Dame Kumili, erheblich beeinflusst. Berichten zufolge hatte Kumili zeitweise eingeschränkte Nahrungsaufnahme, während für die jüngeren Weibchen in der Gruppe keine Beeinträchtigungen festgestellt wurden. Der Zoodirektor Prof. Jörg Junhold äußerte seine Bestürzung über diesen Verlust und betonte, dass es sich um ein bisher einmaliges Ereignis in der 25-jährigen Geschichte von Pongoland handelt. Die Überwachung der verbleibenden Gorillas erfolgt unter strenger medizinischer und tierpflegerischer Kontrolle, um ihr Wohlbefinden sicherzustellen. Der Zoo Leipzig informiert über die laufenden Maßnahmen zur Stabilisierung der verbleibenden Tiere.

Die Zootierärzte stehen in engem Kontakt mit veterinärmedizinischen Spezialisten des Europäischen Zooverbandes (EAZA) sowie anderen erfahrenen Zoos, um die weiteren Entwicklungen genau zu beobachten. Die vier verbliebenen Gorillas benötigen Zeit, um den Verlust ihrer Gefährten zu verarbeiten, weshalb sie möglicherweise in den kommenden Tagen nicht sichtbar sein werden. Die Situation bleibt angespannt, jedoch gibt es aktuell keine Sorgen über einen erneuten Notfall. Thüringen24 und die offizielle Webseite des Zoos liefern fortlaufend Informationen über diesen bedauerlichen Vorfall.

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