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Im Leipziger Zoo kam es zu einem tragischen Vorfall: Drei neugeborene Tigerbabys wurden eingeschläfert, nachdem ihre Mutter Yushka sich nicht ausreichend um den Nachwuchs kümmern konnte. Dies stellte eine besonders schwere Entscheidung für das Zoo-Team dar, das am 9. August die Lebenszeichen der Jungtiere nicht länger ignorieren konnte, nachdem Yushka ihre Fürsorge am Donnerstag, dem 8. August, abgebrochen hatte. Yushka hatte am 6. August ihr erstes Wurf mit drei Amurtiger-Babys zur Welt gebracht und zunächst gut für sie gesorgt, indem sie die Jungtiere sauber hielt und sie säugte, berichtet Bild.

Doch bereits ab Donnerstagnachmittag wandte sich Yushka zunehmend von ihren Kleinen ab. Nach zwei Tagen ohne Pflege waren die Tigerbabys geschwächt und kühlten aus. Tierarzt Dr. Andreas Bernhard erklärte, dass die Tiere kein aktives Verhalten mehr zeigten, was zu einer weiteren Verschlechterung führte. Zoodirektor Prof. Jörg Junhold äußerte sein Bedauern über die Situation. Er hatte gehofft, dass sich das Verhalten der Mutter bessern würde, musste jedoch letztlich eine drastische Entscheidung treffen, um das Leiden der Tiere zu verhindern. Die Einschläferung fand deshalb am nun aktuellen Tag, dem 9. August statt, wie Thüringen24 berichtet.

Herausforderungen der Tieraufzucht

Die Aufzucht von tierischen Nachkommen, insbesondere bei unerfahrenen Müttern wie Yushka, bringt immer wieder besondere Herausforderungen mit sich. Obwohl die Tigerin die Geburt und die ersten Tage gut meisterte, spielt das Verhalten der Mutter eine entscheidende Rolle in der Aufzucht. Junhold erklärte, dass eine Handaufzucht nicht möglich war, da dies das natürliche Verhalten der Tiere beeinträchtigen könnte. Die Erfahrungen zeigen, dass es bei jungen Muttertieren manchmal dazu kommt, dass sie ihre Aufzucht abbrechen.

Amurtiger zählen zudem zu den stark gefährdeten Arten und stehen auf der Roten Liste der IUCN. In der freien Wildbahn leben weniger als 500 Exemplare, was ihre Nachzucht zu einem wichtigen Bestandteil der Arterhaltung macht. Trotz des traurigen Ausgangs bleibt Junhold optimistisch für zukünftige Würfe von Yushka und hofft, dass sie möglicherweise beim nächsten Mal eine natürliche Aufzucht leisten kann.

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