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Heute ist der 3.05.2026, und es gibt Neuigkeiten, die uns alle betreffen. PFAS, diese mysteriösen und hartnäckigen Chemikalien, haben sich in unseren Alltag eingeschlichen, und sie sind nicht mehr wegzudenken. Sie sind in Boden, Luft und Wasser nachweisbar – auch in unserem Trinkwasser. Wer hätte gedacht, dass wir uns in einer Welt befinden, in der über 10.000 verschiedene PFAS existieren? Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien sind hitzebeständig, fett- und wasserabweisend und finden sich in Produkten wie Regenkleidung, Anti-Haft-Pfannen und sogar in Kosmetika. Ja, so praktisch sie auch sind, sie bringen eine Menge Probleme mit sich.

Ab dem 12. Januar 2026 gelten EU-weit Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser. Das bedeutet, dass Kommunen und Wasserversorger Lösungen finden müssen, wenn das Wasser belastet ist. Laut der Trinkwasserverordnung in Deutschland, die 2023 novelliert wurde, dürfen ab 2026 in einem Liter Trinkwasser nicht mehr als 100 Nanogramm von 20 PFAS vorhanden sein. Und es wird noch strenger: Ab 2028 gilt ein Grenzwert von nur 20 Nanogramm pro Liter für die Summe von PFOA, PFOS, PFNA und PFHxS. Wer hätte gedacht, dass wir uns mit solch einem Thema auseinandersetzen müssen, während wir einfach nur ein Glas Wasser trinken möchten?

Gesundheitliche Risiken und Hotspots

Was macht PFAS so gefährlich? Einige von ihnen, wie PFOA und PFOS, sind gesundheitsschädlich und können sogar krebserregend sein. Sie schädigen das Immunsystem und Organe. Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich über Nahrung, Luft, Haut und eben auch über unser Trinkwasser. Schätzungen zufolge nehmen wir über das Trinkwasser weniger als 10% der PFAS auf – der Großteil kommt über Lebensmittel. Ein Umstand, der uns zum Nachdenken anregen sollte! In Deutschland gibt es spezielle Hotspots mit PFAS-Belastung, wie im Landkreis Altötting oder am Flughafen Düsseldorf. Hier wird es richtig heikel.

Die Hauptquellen für PFAS im Grundwasser sind Feuerlöschschaum, belasteter Klärschlamm und industrielle Nutzung. Ist das nicht erschreckend? Und die EU hat bereits Höchstgehalte für PFAS in Fisch, Fleisch, Eiern und Meeresfrüchten festgelegt. Ein Bericht der EU-Kommission schätzt die Kosten der PFAS-Verschmutzung im Europäischen Wirtschaftsraum auf unglaubliche 330 Milliarden bis 1,7 Billionen Euro. Das sind Zahlen, die einem den Atem rauben! Experten warnen, dass Grenzwerte die Gesundheitsgefahren durch PFAS nicht vollständig beseitigen können. Ein besorgniserregender Gedanke.

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Regulierung und Herausforderungen

Die Regulierung von PFAS ist in der Tat ein heikles Thema. Einige PFAS sind bereits verboten, andere hingegen bleiben unreguliert. Langkettige Verbindungen wie PFOS, PFOA und PFHxS sind mittlerweile seit 2010, 2020 und 2022 weltweit verboten – wenn auch mit gewissen Ausnahmen. Deutsche Behörden arbeiten eng mit ihren Kollegen aus Dänemark, den Niederlanden, Norwegen und Schweden zusammen, um ein Verfahren zur Beschränkung von PFAS in der EU zu erarbeiten. Ziel ist, die Verwendung von PFAS nur in Bereichen zuzulassen, wo es keine geeigneten Alternativen gibt oder wo sozio-ökonomische Vorteile die Nachteile überwiegen.

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Komischerweise gibt es immer noch Chemikalienbereiche, die von dieser Beschränkung ausgenommen sind – zum Beispiel Pestizide und Arzneimittel. Das zeigt, wie vielschichtig die Thematik ist und wie wichtig es ist, dass wir uns gemeinsam mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen. Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickeln wird, besonders in Anbetracht der neuen Grenzwerte, die ab 2026 gelten. Die Filterung mit Aktivkohle ist die gängigste Methode zur Aufbereitung von belastetem Wasser, aber PFAS müssen nach der Filterung durch hohe Temperaturen zerstört werden, um sie aus der Umwelt zu entfernen. Ein aufwendiger Prozess, der uns noch lange beschäftigen wird.