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Am 28.04.2026 wird im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig eine besondere Veranstaltung stattfinden, die einen tiefen Einblick in die Geschichten der mosambikanischen Vertragsarbeiter, auch bekannt als „Madgermanes“, bietet. Diese Filmvorführung, kombiniert mit einem Gespräch und einer Fotopräsentation, beleuchtet das Leben und die Herausforderungen jener Menschen, die ihre Heimat verließen, um in der DDR zu arbeiten.

Unter der künstlerischen Leitung von Sabine Felber und in Zusammenarbeit mit dem Centro Cultural Mocambicano-Alemão (CCCMA) sowie dem Goethe-Zentrum in Maputo, wird das Event die Stimmen der ehemaligen Vertragsarbeiter hörbar machen. Alfredo Mahumane, ein ehemaliger Vertragsarbeiter, Designer und Musiker, wird seine Perspektive teilen, während Prof. Teresa Pinheiro von der TU Chemnitz in die tiefgreifenden Themen der Veranstaltung einführen wird. Moderiert wird der Abend von Dennis Chiponda, einem Speaker und Diversity Berater, der durch die Diskussion führen wird.

Ein Blick auf die „Madgermanes“

Die Bezeichnung „Madgermanes“ ist ein Sammelbegriff für etwa 20.000 mosambikanische Vertragsarbeiter, die nach einem Staatsvertrag zwischen Mosambik und der DDR in die damalige DDR kamen. Diese Menschen erbrachten wertvolle Leistungen, doch nach der Wiedervereinigung mussten viele von ihnen die DDR verlassen und stehen bis heute vor großen Herausforderungen: Ausstehende Lohnzahlungen, die vorenthalten wurden, und eine mangelnde Anerkennung ihrer Leistungen prägen ihr Leben. Viele kämpfen noch immer um ihre Rechte und versuchen, die ethischen, politischen und juristischen Fragen, die sich aus ihrem Arbeitsverhältnis ergeben, zu klären.

Ein wichtiger Aspekt dieser Veranstaltung ist die multimediale Ausstellung „See my Story. Copyright by Madgermanes“, die im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig präsentiert wird. Diese Ausstellung gibt den ehemaligen Vertragsarbeitenden eine Plattform, um ihre Geschichten zu erzählen. Sechs Videos und zwölf fotografische Selbstporträts zeigen, wie die Madgermanes ihren authentischen Selbstausdruck finden und ihre persönlichen Erlebnisse reflektieren.

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Veranstaltungsdetails und Workshops

Der Eintritt zu dieser aufschlussreichen Veranstaltung ist frei, was jedem die Möglichkeit gibt, sich mit dieser wichtigen Geschichte auseinanderzusetzen. Im Jahr 2025 fanden bereits Workshops in Mosambik statt, geleitet von Sabine Felber sowie den mosambikanischen Künstlern Kátia Manjate und Kayesun Assis. Ziel dieser Workshops war es, den Madgermanes die Gelegenheit zu geben, ihre persönlichen Geschichten zu erzählen und einen authentischen Selbstausdruck zu finden.

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Die Veranstaltung und die damit verbundene Ausstellung sind nicht nur eine Hommage an die Madgermanes, sondern auch ein wichtiger Schritt, um die oft ignorierten Themen und die Ungerechtigkeiten, die viele Rückkehrerinnen erfahren haben, ins Licht zu rücken. Die Rückkehr nach Mosambik brachte für viele Vertragsarbeiterinnen Nachteile und Unrecht mit sich, die bis heute anhalten. Ein Webprojekt dokumentiert Teile der Diskussionen und informiert über aktuelle Entwicklungen, wie zum Beispiel die internationale Tagung „Respekt und Anerkennung“, die 2019 in Magdeburg stattfand. Dort wurden Forderungen nach Lösungen für die offenen Fragen verabschiedet, die die Rechte der Madgermanes betreffen.

Insgesamt ist die Veranstaltung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig eine hervorragende Gelegenheit, sich mit der Geschichte und den Herausforderungen der Madgermanes auseinanderzusetzen und ihre Geschichten zu hören. Es ist an der Zeit, diesen Menschen die Anerkennung und den Respekt zu zollen, die sie verdienen.