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Das Leipziger Zentrum für Arzneimittelsicherheit (ZAMS) feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Das Zentrum wurde am 14. Juli 2015 als Kooperationsprojekt zwischen der Universität und dem Universitätsklinikum Leipzig gegründet. Ziel des ZAMS ist es, Risiken bei der Anwendung von Arzneimitteln zu verringern und Ärzt:innen sowie Apotheker:innen fundiert zu beraten. Prof. Thilo Bertsche, der Forschungsdirektor des ZAMS, leitet die Abteilung für Klinische Pharmazie, während Dr. Yvonne Remane die Apotheke am Universitätsklinikum Leipzig führt und die Patientenversorgung im ZAMS verantwortet.

In den vergangenen zehn Jahren hat das ZAMS zahlreiche erfolgreiche Projekte initiiert, die für die Sicherheit von Patient:innen von großer Bedeutung sind. Insbesondere die Tätigkeit der klinischen Pharmazeut:innen, die am UKL als Stationsapotheker:innen arbeiten, hat zur Optimierung der Medikation und zur Vermeidung unerwünschter Arzneimittelwirkungen beigetragen. Dies wird als essentiell erachtet, um die ständige Kontrolle aller verordneten Arzneimittel zu gewährleisten.

Sicherheitsstrategien und Forschung

Die Arbeit des ZAMS konzentriert sich darauf, unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die zu ernsthaften Komplikationen wie Todesfällen oder verlängerten Krankenhausaufenthalten führen können, zu minimieren. Laut uniklinikum-leipzig.de können viele unerwünschte Wirkungen durch die Beachtung von Verordnungs- und Anwendungsempfehlungen vermieden werden. Das ZAMS bietet wissenschaftlich fundierte Strategien zur Arzneimittelinformation, die sowohl ärztlichem als auch pflegerischem Personal zugutekommen.

Zu den Zielsetzungen des ZAMS gehören die Entwicklung und Untersuchung von Strategien zur Optimierung der Arzneimittelsicherheit sowie die Qualitätssicherung in der Patientenversorgung, von der Verordnung bis zur Anwendung. Die interdisziplinäre Plattform fördert anwendungsorientierte Versorgungsforschung, um unmittelbaren Patientennutzen zu gewährleisten.

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Innovationen in der Arzneimittelversorgung

Ein herausragendes Beispiel für die praktische Anwendung der ZAMS-Arbeit ist die bedarfsgerechte Herstellung individueller Medikamente für Frühgeborene. Apotheker:innen an der Station tragen entscheidend zur Sicherheit dieser vulnerablen Patientengruppe bei, indem sie maßgeschneiderte Lösungen schaffen, die nicht nur die Unterstützung der Pflegekräfte erleichtern, sondern auch die Sicherheit der Sehr jungen Patienten erhöhen.

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Insgesamt hat das ZAMS mehr als 140 Publikationen veröffentlicht, die die Resultate seiner Forschung dokumentieren. Prof. Christoph Josten, der Medizinische Vorstand des UKL, hebt die Relevanz der Arzneimittelsicherheit hervor und betont, dass die ständige Bemühung, unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu vermeiden, für das Wohl der Patient:innen von zentraler Bedeutung ist. Insbesondere erhofft er eine breitere Anerkennung des Engagements der Beteiligten, die ihre Arbeit im ZAMS zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben verrichten, ohne dafür gesonderte Mittel oder personelle Ressourcen zur Verfügung zu haben.