AMAZON Sidebar

Am Dienstag, den 12. Mai 2026, findet in Leipzig eine Debattierveranstaltung der Open Academy des Science Cube statt, die sich mit einem Thema beschäftigt, das uns alle betrifft: der Zusammenarbeit mit Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Einfluss auf die Arbeitswelt. Von 18:00 bis 20:00 Uhr wird die Aula und Universitätskirche St. Pauli an der Universität Leipzig zum Schauplatz eines lebhaften Austauschs.

Veranstalter sind der Science Cube, ein Kompetenzzentrum für Wissenschaftskommunikation in Mitteldeutschland, in Kooperation mit My Country Talks und der Universität Leipzig. Das Ziel? Neue Perspektiven kennenlernen und über die Zukunft Mitteldeutschlands diskutieren. Und das Beste: Interessierte Bürger:innen ab 14 Jahren sind herzlich eingeladen, ganz ohne Vorkenntnisse! Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung über die Webseite www.sciencecube.de/aktuelles/veranstaltungen wird empfohlen.

Wissenschaftliche Impulse und interaktive Diskussion

Die Veranstaltung beginnt mit drei spannenden wissenschaftlichen Impulsen. Prof. Dr. Hannes Zacher wird eine psychologische Perspektive auf die Zusammenarbeit mit KI bieten. Außerdem wird Miriam Louise Carnot analytische Grundlagen und Potenziale der KI beleuchten. Tobias Pabst schließlich widmet sich dem Einfluss integrativer Technologien und intelligenter Assistenzsysteme in der Medizin. Ein abwechslungsreiches Programm, das zum Nachdenken anregt!

Nach den Impulsen wird es eine interaktive Diskussion geben, in der die Teilnehmer:innen mithilfe der Revierdebattenbox und der Matching-Methode respektvoll miteinander ins Gespräch kommen können. Hier wird jede Stimme gehört, und der Austausch verspricht, anregend zu werden. Das Ganze ist nicht nur eine Plattform für Diskussionen, sondern auch ein Beitrag zur demokratischen Verständigung über den Strukturwandel in Mitteldeutschland.

AMAZON In-Article

KI in der Wissenschaftskommunikation

Laut einer Umfrage von Oxford University Press nutzen mittlerweile 76 % der Forschenden generative KI, was einen bemerkenswerten Anstieg im Vergleich zu 30 % im Vorjahr darstellt. Mike Schäfer, Professor für Wissenschaftskommunikation, hebt hervor, dass KI nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Wissenschaft selbst verändert. Die Integration von KI in die wissenschaftliche Praxis geschieht rasant – und das hat Auswirkungen auf den Erkenntnisprozess. Hier stellt sich die Frage, ob KI die Art und Weise, wie wir forschen und kommunizieren, nachhaltig beeinflusst.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

KI-gestützte Tools kommen in verschiedenen Phasen des wissenschaftlichen Arbeitens zum Einsatz, angefangen bei der Literaturrecherche bis hin zur Datenerhebung und -analyse. Diese Entwicklung ist jedoch noch in einem explorativen Stadium. Forscher:innen testen derzeit die Validität und Robustheit der Ergebnisse, was eine spannende Zeit für die Wissenschaft darstellt. Doch Vorsicht: Der erleichterte Zugang zur Textgenerierung könnte die Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen erhöhen, womöglich aber auch deren Qualität gefährden.

Die Verantwortung im Umgang mit KI

Schäfer betont die hohe Verantwortung, die Forschende im Umgang mit KI-Technologien tragen. Menschen sollten in entscheidende Schritte eingebunden bleiben, um sicherzustellen, dass der Mensch weiterhin im Fokus der Forschung steht. Eine AI Literacy – also ein Verständnis für die Technologie und ihre gesellschaftlichen Implikationen – wird immer wichtiger. Diese Kompetenzen sollten in die Aus- und Weiterbildung integriert werden, damit die Wissenschaftler:innen von morgen die Herausforderungen der KI meistern können.

Insgesamt zeigt sich, dass die Trennung zwischen innerwissenschaftlicher und öffentlicher Kommunikation durch KI zunehmend irrelevant wird. KI hat das Potenzial, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären und niedrigschwellige Kommunikationsräume zu schaffen. In einer Zeit, in der Dialog und partizipative Formate an Bedeutung gewinnen, wird auch das Berufsbild der Wissenschaftskommunikator:innen einem Wandel unterzogen. Sie werden mehr und mehr zu Content-Kurator:innen, die das Wissen für ein breiteres Publikum aufbereiten.

Eine spannende Zeit steht uns bevor! Die Debattierveranstaltung am 12. Mai im Paulinum könnte der erste Schritt in eine Zukunft sein, in der Wissenschaft und Gesellschaft noch enger zusammenarbeiten – und wir alle sind eingeladen, Teil dieses Prozesses zu werden.