Die Riebeckbrücke, ein eher unscheinbares Bauwerk im Leipziger Osten, hat in letzter Zeit viel zu reden gegeben. Sie verbindet die Stadtteile Anger-Crottendorf und Reudnitz und ist – wie man so schön sagt – nicht gerade in Bestform. Mit einer Bauzustandsnote von 3,4 hat das Mobilitäts- und Tiefbauamt klargemacht, dass hier Handlungsbedarf besteht. Ein Ersatzneubau soll bis 2029 auf die Beine gestellt werden, aber bis dahin muss die Brücke irgendwie weiter genutzt werden, ohne dass sie dabei noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wird.
So kommt es, dass die Stadt nun plant, Radwege einzurichten, um die Brücke zu entlasten. Das bedeutet konkret: Je eine Fahrspur für den Kfz-Verkehr muss weichen. Michael Jana, der Leiter des Mobilitäts- und Tiefbauamtes, hebt hervor, wie wichtig diese Maßnahme ist, um die Brücke auch in Zukunft nutzen zu können. Außerdem wird damit eine wichtige Lücke im Radverkehrsnetz geschlossen, was die Sicherheit der Radfahrer erheblich erhöhen sollte. Ein Schritt in die richtige Richtung, könnte man sagen!
Radverkehr in der Stadt
Die neuen Radfahrstreifen werden jeweils 1,85 Meter breit sein und beginnen 80 Meter hinter der Kreuzung mit der Eilenburger Straße. Sie enden 60 Meter vor der Kreuzung mit dem Täubchenweg/Zweinaundorfer Straße. Doch der Teufel steckt im Detail: Aufgrund einer laufenden Baumaßnahme in der Riedelstraße kann der stadteinwärts führende Radfahrstreifen vorerst nur hinter der Brücke markiert werden. Der fehlende Abschnitt zwischen Eilenburger Straße und dem Anschluss soll nach Abschluss der Bauarbeiten folgen. Ein kleines Puzzle, das da zusammengefügt werden muss!
Um die Markierung und Beschilderung der Radwege wird es rund 18.500 Euro kosten. Ein kleiner Preis, wenn man bedenkt, dass Umweltgruppen und Fahrradverbände schon lange durchgehende Fahrradspuren auf der Riebeckstraße fordern. Da kann man nur hoffen, dass diese Initiative auch die nötige Unterstützung erhält. Die Brücke, die 1915 erbaut wurde, ist einfach marode und braucht dringend neue Impulse.
Nachhaltigkeit und Förderung des Radverkehrs
In einem größeren Kontext ist das Thema Radverkehr in Deutschland von enormer Bedeutung. Nachhaltige und aktive Fortbewegung liegt im Trend. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) spielt hierbei eine zentrale Rolle, indem es Projekte zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs begleitet. Das Ziel? Die Erreichung der Klimaschutzziele in der Mobilität! Hier wird klar, dass die Förderung des Radverkehrs nicht nur lokal, sondern auch bundesweit betrachtet werden muss.
Durch verschiedene Förderprogramme unterstützt das BALM Radfahrende und stärkt deren Sicherheit. Sei es durch Abbiegeassistenzsysteme oder andere Maßnahmen – die Initiative ist klar: Der Verkehr soll auf klimafreundliche Alternativen verlagert werden. Es ist ein spannender, wenn auch herausfordernder Weg, der uns alle betrifft und bei dem jede Maßnahme zählt.



