DOK Leipzig 2026: Weltpremiere von „Guten Abend, du Schöne“ und Preisverleihung für herausragende Dokumentarfilme
Heute ist der 26. Oktober 2026 – ein Tag, der in Leipzig mit Spannung erwartet wurde. Die 69. Ausgabe von DOK Leipzig ist eröffnet! Am Abend versammelten sich filmbegeisterte Menschen im Schauspiel Leipzig, um die Weltpremiere des Eröffnungsfilms „Guten Abend, du Schöne“ von Ina Borrmann zu erleben. Der Film, der fast 50 Jahre nach dem Protokollband „Guten Morgen, du Schöne“ von Maxie Wander ins Leben gerufen wurde, beleuchtet weibliche Lebensentwürfe in der DDR und in der Gegenwart. Hier werden Themen wie Arbeit, Partnerschaft, Sexualität und das Älterwerden auf eine Weise verhandelt, die zum Nachdenken anregt.
Zusätzlich zu diesem tiefgründigen Werk wurde auch der kurze Animationsfilm „Zellenkumpel“ gezeigt, der von Melle Windig und einem kreativen Team erschaffen wurde. Die Atmosphäre war elektrisierend – das Knistern der Vorfreude war fast greifbar. Es war die erste Festivalausgabe unter der Leitung von Intendantin Ola Staszel, und das Publikum war gespannt, welche neuen Impulse sie setzen würde.
Auszeichnungen und Ehrungen
Im Anschluss an die Eröffnungsfeier wurde der Sächsische Preis für das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin verliehen, und es war die litauische Filmemacherin Jūratė Samulionytė, die den mit 5.000 Euro dotierten Preis für ihr Projekt „Two of Us“ erhielt. Ihr Film erzählt die bewegende Geschichte von Vitalius (72) und Albinas (87), die sich in der Sowjetzeit in Litauen kennenlernten und ihre Liebe jahrzehntelang geheim halten mussten. Die Jury, bestehend aus Stephanie Fuchs, Mónica Hernández Rejón und Beke Rienitz, hatte die Qual der Wahl – die Projekte von Regisseurinnen waren einfach herausragend.
Das Festival läuft bis zum 1. November 2026 und bietet ein umfangreiches Programm mit 217 Filmen und XR-Erfahrungen aus 61 Ländern. Von Weltpremieren bis hin zu historischen Dokumentationen – die Vielfalt der gezeigten Werke ist beeindruckend. Besonders interessant sind die Angebote für Kinder und Jugendliche, die unter dem Titel „Kids DOK“ zusammengefasst sind. Hier gibt es Filme, die für verschiedene Altersgruppen aufbereitet sind und die kleinen Zuschauer auf eine Reise der Fantasie und des Nachdenkens mitnehmen.
Themenschwerpunkte und Highlights
In diesem Jahr stehen spannende Themen wie Aktivismus, Coming of Age, Familie, Gender und Menschenrechte im Mittelpunkt. Auch die Bereiche Wissenschaft, Technologie, Umwelt und die Herausforderungen, die damit einhergehen, werden beleuchtet. Der Fokus auf Ostdeutschland und unterrepräsentierte Gruppen gibt dem Festival einen besonderen, authentischen Touch.
Das Programm umfasst außerdem Filmreihen und Sonderveranstaltungen – unter anderem die Retrospektive „Kino und Kampf. Lateinamerika zwischen Ost und West“, die die politischen Strömungen der 60er und 70er Jahre thematisiert. Eine Matinee des Sächsischen Staatsarchivs zeigt Perspektiven aus der DDR und gibt einen tiefen Einblick in die Geschichte dieser Region. Also, egal ob du ein Filmfan bist oder einfach nur neugierig – es gibt viel zu entdecken!
Die Goldenen und Silbernen Tauben werden am kommenden Samstagabend verliehen, doch vorher gibt es zahlreiche Partnerpreise, die am Samstagnachmittag vergeben werden. Und während der gesamten Festivalwoche wird täglich ein neuer Langfilm im DOK Stream verfügbar sein – jeweils 24 Stunden lang von Mitternacht bis Mitternacht. Es wird also nicht langweilig!
Die Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs und das Polnische Institut bieten zudem kostenlose Vorführungen an. Mit einem solch vielfältigen Programm wird DOK Leipzig einmal mehr zum Treffpunkt für Filmbegeisterte und Kreative aus aller Welt. Wer hätte gedacht, dass Leipzig im Herbst 2026 zum pulsierenden Zentrum des Dokumentarfilms wird? Das Festival hat gerade erst begonnen, und die Vorfreude auf das, was noch kommt, ist riesig!
