Heute ist der 30.04.2026, und die Vorfreude auf den Abend der Walpurgisnacht ist in vollen Zügen spürbar. In ganz Sachsen finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die den mystischen Charakter dieser Nacht feiern. Die Walpurgisnacht, die ihren Ursprung in alten Bräuchen und der Legende von Hexen hat, ist ein Spektakel für Jung und Alt. Überall im Freistaat erleuchten Maifeuer und Hexenfeuer die Nacht und laden zu fröhlichem Beisammensein ein.
In Freiberg auf dem Schloss Freudenstein erwartet die Besucher ab 16:00 Uhr ein buntes Kinderprogramm, gefolgt von einem Lampionumzug um 18:30 Uhr. Das große Maifeuer wird gegen 19:00 Uhr entzündet und verspricht eine stimmungsvolle Atmosphäre. Nicht weit entfernt, in Jocketa bei Pöhl, beginnt das Walpurgisnachtsfest mit Maibaum und Feuer um 17:00 Uhr.
Hexenfeuer und Musik
In Limbach-Oberfrohna, am Parkplatz am Stadtpark, wird um 18:00 Uhr ein Hexenfeuer mit Live-Musik gefeiert. Auch in Callenberg, direkt am Stausee Oberwald, wird um 18:00 Uhr ein Hexenfeuer entzündet, das die Gäste direkt am Wasser in seinen Bann zieht. Zwickau bietet gleich mehrere Möglichkeiten: Um 18:00 Uhr gibt es eine Walpurgisfeier in der Vogelsiedlung Eckersbach, während die Freiwillige Feuerwehr um 18:30 Uhr ein Hexenfeuer am Festplatz Crossen veranstaltet.
Für Familien gibt es in Plauen auf der Hainstraße ab 19:00 Uhr ein besonderes Highlight: ein Familien-Hexenfeuer mit Parkeisenbahn im Fackelschein. In Erlbach im Vogtland startet um 19:30 Uhr ein Lampionumzug, gefolgt von einem Hexenfeuer mit Musik. Auch Adorf im Vogtland hat etwas zu bieten: Am Feuerwehrplatz beginnt um 18:00 Uhr ein Höhenfeuer der Freiwilligen Feuerwehr. In Jugelsburg wird um 19:00 Uhr das traditionelle Besenbrennen gefeiert.
Traditionen und Legenden
Die Walpurgisnacht hat ihre Wurzeln in der hl. Walburga, einer Äbtissin, deren Gedenktag im Mittelalter am 1. Mai gefeiert wurde. Diese Nacht ist nicht nur für ihre Feiern bekannt, sondern auch für die Legende, dass Hexen auf dem Blocksberg und anderen erhöhten Orten ein Fest zelebrieren. Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai ist eine Zeit, in der das Glockenläuten zur Abwehr von Hexen eine alte Tradition darstellt, die örtlich als „Walpern“ bekannt ist.
Die Benennung „Walpurgisnacht“ fand durch Goethes Faust im Jahr 1808 große Verbreitung. Doch die Bräuche und der Aberglaube rund um diese Nacht sind tief in der Vergangenheit verwurzelt, bis ins 17. Jahrhundert, als die Hexenfahrt und die Zaubersabbate beschrieben wurden. So ist die Walpurgisnacht nicht nur eine Feier des Frühlings, sondern auch ein faszinierender Teil der Kultur und Geschichte Sachsens.


