Gärten im Wandel: Neue Ausstellung zeigt Geschichte und Identität!
In Leipzig und Halle gibt es derzeit zwei spannende Ausstellungen, die sowohl kulturell als auch historisch bedeutsam sind. Die erste ist die Ausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“, die im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig stattfindet. Sie läuft bis zum 31. Januar 2027 und thematisiert die Veränderungen im Gartenbau seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Ein Schwerpunkt liegt auf den sozialen Funktionen von Kleingärten, Hausgärten und Gemeinschaftsgärten in Deutschland. Die Ausstellung hebt hervor, wie nach dem Krieg Kleingärten eine zentrale Rolle in der Versorgung der Menschen im zerstörten Deutschland spielten. Oft mussten die Menschen improvisieren; im Mangel an Gartengeräten wurden beispielsweise Gartenrechen aus Munitionshülsen gefertigt. Auch in der DDR blieb der Kleingarten für die Selbstversorgung mit Obst und Gemüse essenziell.
Ein Blick auf den Wandel der Gärten
Die Ausstellung thematisiert außerdem die Entwicklung von hauseigenen Gärten zu Statussymbolen. Die perfekten Vorgärten und idyllischen Terrassen in Ost- und Westdeutschland werden detailliert beleuchtet. Als ein Beispiel wird der Aufsitzrasenmäher aus den 1980er Jahren angeführt, der den Wunsch nach einem gepflegten Rasen symbolisiert.
Die Öffnungszeiten des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig sind von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr, montags bleibt das Forum geschlossen. Der Eintritt ist frei, was den Besuch besonders attraktiv macht.
Zusätzlich zur Garten-Ausstellung gibt es im Kunstmuseum Moritzburg Halle die Ausstellung „Planetarische Bauern“, die noch bis zum 14. September 2025 zu sehen ist. Diese Ausstellung befasst sich mit der aktuellen Thematik der Landwirtschaft und den Herausforderungen, die sie im 21. Jahrhundert bewältigen muss.
Das Kunstmuseum ist von Montag, Dienstag, Donnerstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs bleibt es geschlossen. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.
Die Kultur in Leipzig und Halle zeigt sich somit vielfältig und einladend, wobei beide Ausstellungen zu einem tieferen Verständnis der gesellschaftlichen und historischen Zusammenhänge anregen.



