Leipzigs Georg-Schumann-Straße erhält breitere Gleise und neue Haltestelle für barrierefreien ÖPNV
Am 21. Oktober 2026, nur einen Tag nach dem heutigen Datum, wurde ein bedeutender Schritt in Leipzigs Verkehrsplanung gemacht. Die sächsische Landesdirektion (LDS) hat den Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der Georg-Schumann-Straße erteilt. Dieses Projekt ist nicht nur ein bürokratischer Akt, sondern ein echter Fortschritt für die Straßenbahninfrastruktur in der Stadt. Der Abschnitt, der nun in den Fokus rückt, reicht vom Chausseehaus bis zur Böhmestraße.
Hier, in einem der pulsierenden Viertel von Leipzig, wird es bald eine komplette Erneuerung der Gleisanlagen, Oberleitungen und der Bahnstromversorgung geben. Der Stadtrat hat bereits am 2. September 2026 die Weichen für dieses Vorhaben gestellt. Was uns erwarten wird? Breitere Gleise! Und das mit einer Fahrzeugbreite von 2,40 Metern. Diese Anpassung ist notwendig, damit die Straßenbahnlinie 11, die zwischen Schkeuditz und Markkleeberg-Ost verkehrt, auch mit den neuen, breiteren Fahrzeugen fahren kann.
Grün und Barrierefrei
Das ist aber noch nicht alles! Zwischen Ehrensteinstraße und Prellerstraße wird eine nagelneue Haltestelle entstehen, die barrierefrei zugänglich ist. Diese Neuerung ist nicht nur für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen wichtig, sondern für alle Fahrgäste, die mit Kinderwagen oder schweren Einkäufen unterwegs sind. Und während wir hier über Barrierefreiheit sprechen, dürfen wir die Begrünung der Gleise nicht vergessen. Stadtwärts zwischen Baustellenbeginn und Kanalstraße wird das Gleis mit Grünflächen aufgewertet. Das sorgt für ein angenehmes Ambiente und einen Hauch von Natur in der urbanen Umgebung.
Zusätzlich werden die neuen, breiteren Straßenbahnzüge, die bis zu 20 Prozent mehr Sitzplätze bieten, für einen reibungsloseren und schnelleren Austausch an den Haltestellen sorgen. Das ist doch ein echter Gewinn für alle Pendler und Stadtbewohner, oder? Die Georg-Schumann-Straße selbst ist übrigens mehr als nur eine Straße; sie ist eine wichtige Lebensader, die den Norden Leipzigs mit dem Stadtzentrum verbindet und durch die Stadtteile Zentrum-Nord, Gohlis-Süd, Möckern und Wahren führt.
Ein Teil der Mobilitätsstrategie 2030
Diese Baumaßnahmen sind Teil einer größeren Vision, der Mobilitätsstrategie 2030, die die Stadt Leipzig und die Leipziger Gruppe ins Leben gerufen haben. Ab 2025 sollen insgesamt 55 breitere Straßenbahnen des Typs „XL Plus“ im Einsatz sein. Damit wird der Straßenbahnverkehr nicht nur moderner, sondern auch leistungsfähiger. Das Gleisnetz muss dafür jedoch an vielen Stellen auf den neuesten Stand gebracht werden. Tatsächlich sind bereits rund 75 Prozent des Gleisnetzes für die neuen Fahrzeuge geeignet.
Die geplanten Bauarbeiten in der Georg-Schumann-Straße sind nur ein Teil eines umfassenden Programms. Weitere Schwerpunktprojekte sind in Planung, wie der Ausbau des Torgauer Platzes oder der Käthe-Kollwitz-Straße. Diese Projekte sollen schrittweise umgesetzt werden, um die Einschränkungen für den Verkehr während der Bauzeit zu minimieren. Wenn wir beim Thema Einschränkungen sind – es wird wohl nicht ganz ohne Umleitungen und Verzögerungen abgehen, aber das Ziel ist es, den ÖPNV in Leipzig deutlich zu verbessern.
Mit der Fertigstellung der Bauarbeiten, die für Mai 2028 vorgesehen ist, wird Leipzig noch lebenswerter. Ein modernes Straßenbahnsystem, das gut funktioniert und alle Bewohner und Besucher der Stadt verbindet – das ist das Ziel. Und während wir uns auf die kommenden Veränderungen freuen, können wir uns auch darauf freuen, dass die Stadt weiterhin in ihrer Mobilitätsstrategie investiert, um den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden.
