Das war’s, könnte man sagen, als der TSV Holzhausen am vergangenen Wochenende im Kellerduell gegen den VfL Wanfried mit 2:3 unterlag. Ein bitterer Rückschlag für die Holzhausener, die sich nach einem vielversprechenden Hinspiel (4:0!) nun auf dem vorletzten Platz wiederfinden. Das Gefühl, als die letzte Schiedsrichter-Pfeife ertönte, muss wie ein Schlag ins Gesicht gewesen sein.
In der ersten Halbzeit setzte Linus Schäfer mit einem verwandelten Strafstoß in der 31. Minute ein Zeichen, das die Hoffnungen der Holzhausener beflügelte. Doch der Ausgleich durch Niklas Holzenleuchter kurz nach Wiederanpfiff – das war der erste Dämpfer. Man könnte fast sagen, der Auftrieb des ersten Treffers wurde jäh gestoppt.
Fynn Diederich brachte Holzhausen erneut in Führung – das war ein echter Hoffnungsschimmer! Doch der VfL Wanfried ließ sich nicht unterkriegen. Mathias Gonzalo Tadeis Gambetta sorgte mit seinem Ausgleich in der 63. Minute dafür, dass die Holzhausener wieder ins Wanken gerieten. Und als Dumitru-Ronaldinio Farcas nach einer weiteren Ecke zum 3:2 für Wanfried köpfte, war es endgültig vorbei mit der Hoffnung auf einen Punkt. Die Schlussphase war geprägt von verpassten Chancen: Linus Schäfer vergab aus fünf Metern und auch Alexander Hochapfel scheiterte per Kopf am Torwart. Da fragt man sich, was es noch braucht, um die dringend benötigten Punkte zu holen.
Die Lage der Liga
Mit dieser Niederlage rutscht Holzhausen in der Gruppenliga weiter ab und hat nur noch eine rechnerische Chance auf den Klassenerhalt. Die Statistiken zeigen, dass die Holzhausener in den letzten Spielen kaum noch Fuß fassen konnten. Ein Abstieg aus der Gruppenliga steht nun im Raum, ein Gedanke, der die Fans und Spieler gleichermaßen quält. Es wird ein Rätselraten darüber geben, wie viele Teams am Ende der Saison tatsächlich absteigen werden. Die Absteigerzahlen hängen immer von den Teams in höheren Ligen ab – ein Umstand, der die Situation nicht gerade einfacher macht.
Wie der Hessische Fußball-Verband informiert, könnte die Zahl der Absteiger in der kommenden Saison 26/27 entscheidend werden. Die Richtzahl für die Gruppenliga liegt bei 17, und die Möglichkeit, dass bis zu sechs Teams absteigen, schwebt wie ein Damoklesschwert über den Klubs. Der Abstieg von anderen Teams könnte die Situation für Holzhausen weiter verschärfen. So sind die Absteigerzahlen in vielen Ligen ein heikles Thema, das die Verantwortlichen in Aufregung versetzt.
Ein Blick nach vorn
Die Holzhausener stehen vor einer enormen Herausforderung. Es gilt, nicht nur die verbleibenden Spiele mit voller Konzentration zu bestreiten, sondern auch die Moral hochzuhalten. Die Fans, die treu zum Verein stehen, werden sicherlich alles daran setzen, ihre Mannschaft zu unterstützen. Man könnte fast meinen, dass die nächste Partie der entscheidende Wendepunkt sein könnte – oder das letzte Aufbäumen vor dem Fall in die tiefere Liga. Die Zeit drängt, und die verbleibenden Spiele werden zeigen, ob die Holzhausener noch einmal aufstehen können oder ob das Kapitel Gruppenliga endgültig geschlossen wird.



