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Am Pfingstmontag erlebte Holzhausen in der Marktgemeinde Teisendorf ein farbenfrohes Spektakel, das seinesgleichen sucht. Der traditionelle Leonhardiritt, der seit über 400 Jahren in dieser Region gefeiert wird, zog auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher an. Die Straßen waren gesäumt von Menschen, die das bunte Treiben und die festlich geschmückten Pferde bewunderten. Ein wahrer Augenschmaus! Die prachtvollen Tiere, mit geflochtenen Mähnen und duftendem Blumenschmuck, zogen alle Blicke auf sich.

Das Event, das dem Segen für Ross und Reiter gewidmet ist, wurde von Thomas Schönliner und Markus Wallner angeführt, die auf majestätischen französischen Kaltblütern ritten. Hinter ihnen folgten Wolfgang Lamminger mit dem Kreuz und Diakon Markus Steiger. Es war fast schon magisch, die verschiedenen Pferderassen zu sehen – Kaltblüter, Friesen, Noriker, Haflinger und sogar Ponys waren vertreten. Die Teilnehmer zogen in festlicher Aufmachung mit Kutschen, Wagen und Fußgruppen durch den Ort, begleitet von den Klängen der Musikkapelle Teisendorf.

Ein Fest für die Sinne

Ein Highlight war sicherlich die Segensspendung durch Pfarrer Martin Klein, die den Teilnehmern und ihren Tieren Glück und Wohlstand für das kommende Jahr bringen sollte. Auf zwölf eisenbereiften Wägen waren Gruppen der „Raschenberger Teisendorf“, der Schützengesellschaft Edelweiß Holzhausen und verschiedene Musikkapellen vertreten. Die Motivwägen, die Figuren des Heiligen Leonhard, der Bauernheiligen Notburga und Isidor sowie ein Wegkreuz und das Holzhauser Kircherl zeigten, wie tief verwurzelt diese Tradition in der Region ist.

Besonders berührend war die Präsenz von Altlandrat Georg Grabner und Johann Lamminger senior, die auf einer der Ehrenkutschen mitfuhren. Auch der oberbayerische Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger ließ sich das Spektakel nicht entgehen und war als Ehrengast anwesend. Nach dem Umritt fand ein festlicher Gottesdienst am Kircherl statt, der von Engerln begleitet wurde und die Atmosphäre perfekt abrundete.

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Tradition im Wandel der Zeit

Die Bedeutung des Leonhardiritts erstreckt sich weit über Holzhausen hinaus. Ähnliche Festlichkeiten finden in vielen bayerischen Städten statt, wie etwa der Leonhardiritt in Weißenhorn, der am 26. Oktober zum 50. Mal gefeiert wird. Hier ziehen rund 250 festlich geschmückte Pferde mit Musik durch die Stadt, gefolgt von einer feierlichen Pferdesegnung. Auch in Inchenhofen, wo der älteste Leonhardiritt in Bayern stattfindet, wird diese Tradition mit mehr als 200 prachtvollen Pferden lebendig gehalten. In Lauingen wird St. Leonhard als Viehpatron geehrt, und die traditionelle Pferdewallfahrt zieht durch das malerische Städtchen an der Donau.

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Die Vielfalt der Feierlichkeiten und die tiefe Verwurzelung im Brauchtum zeigen, wie wichtig diese Traditionen für die Menschen in der Region sind. Es ist nicht nur ein Fest der Pferde und Reiter, sondern ein Ausdruck von Gemeinschaft, Glauben und regionaler Identität. In einer Welt, die sich ständig wandelt, bieten diese Veranstaltungen einen Anker, eine Verbindung zu den Wurzeln und ein Stück Heimatgefühl.