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Heute ist der 9.05.2026 und ich sitze hier in Holzhausen, um über das spannende Geschehen in der Welt der Kunst zu berichten. Es gibt viel zu entdecken, denn die Museen haben wieder einmal ihre Tore geöffnet und präsentieren uns eine Fülle an faszinierenden Ausstellungen. Ein ganz besonderes Highlight ist die kommende Ausstellung im Museum Liaunig, die vom 26. April bis 31. Oktober 2026 stattfindet.

Die Ausstellung trägt den Titel „(K)ein Begriff – Skulpturales aus der Sammlung Liaunig“ und wird von der Kuratorin Alexandra Schantl geleitet. Hier dreht sich alles um die Entwicklung und Erweiterung des Skulpturbegriffs seit 1945. Was bedeutet Skulptur heute eigentlich? Diese Frage wird in der Ausstellung auf spannende Weise beleuchtet. Inspiriert von den Ideen großer Künstler wie Marcel Duchamp und Rosalind E. Krauss wird die Skulptur als offenes Feld betrachtet, das ständig im Wandel ist.

Ein Blick auf die Ausstellung

Über 200 Werke von rund 100 Künstlerinnen sind Teil dieser Ausstellung. Das ist eine ziemliche Ansammlung, die einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Facetten der Skulptur, Plastik, Objekt und Flächenkünste bietet. Besonders spannend sind die körperbezogenen Arbeiten und partizipativen Konzepte, die in der nordseitigen Halle präsentiert werden. Hier wird das Figurative erweitert und es werden neue formale Wege beschritten. Man kann förmlich spüren, wie die Kunst mit dem Körper und dem Raum spielt, während sie gleichzeitig Fragen zu Architektur und Performance aufwirft.

In der südseitigen Halle hingegen liegt der Fokus auf Material und der Auflösung klassischer Gattungsgrenzen. Die Künstlerinnen nutzen Sprache, textile Arbeiten, Papier, Holz und industrielle Werkstoffe. Man denkt manchmal, man steht vor Malerei – und im nächsten Moment wird einem klar, dass man es mit Zeichnung zu tun hat. Es ist wie ein Tanz der Formen und Materialien, der einen in seinen Bann zieht.

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Künstlerinnen und ihre Werke

Eine eindrucksvolle Liste von Künstlerinnen wird in der Ausstellung vertreten: von Joannis Avramidis über Maria Lassnig bis hin zu Franz West. Jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte und trägt zur breiten Darstellung des künstlerischen Begriffs bei. Was ich besonders mag, sind die immateriellen Aspekte wie Linien, Schatten und Spiegelungen, die im letzten Abschnitt der Ausstellung behandelt werden. Diese subtilen Elemente verleihen der Skulptur eine zusätzliche Dimension und lassen den Betrachter tief in die Materie eintauchen.

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Begleitend zur Ausstellung wird ein umfangreicher Katalog veröffentlicht, der nicht nur Texte von Alexandra Schantl enthält, sondern auch Ausstellungsansichten und Werkabbildungen. Es ist einfach großartig, dass solche Initiativen stattfinden! Sie ermöglichen es, die Kunst auch über den Ausstellungsbesuch hinaus zu erleben und zu reflektieren.

Insgesamt zeigt sich, dass die Museen nicht nur Orte der Bewahrung sind, sondern lebendige Räume, in denen Fragen aufgeworfen und Antworten gesucht werden. Die Kunst hat die Kraft, uns zu bewegen, zum Nachdenken anzuregen und uns in ihren Bann zu ziehen. Wenn Sie also in der Umgebung sind, verpassen Sie nicht die Gelegenheit, diese faszinierende Ausstellung zu besuchen und sich von der Vielfalt der Kunst inspirieren zu lassen.