Leipzigs Champions-League-Debakel: 1:4-Niederlage gegen Real Madrid und die Suche nach dem Auswärtssieg
Gestern Abend war es wieder einmal so weit: RB Leipzig trat in der Champions League an, und zwar gegen niemand Geringeren als Real Madrid. Das Bernabéu-Stadion, ein Ort voller Fußballgeschichte, war der Schauplatz, wo die Sachsen versuchen wollten, ihren Negativlauf auswärts zu beenden. Doch es kam, wie es kommen musste – Leipzig verlor mit 1:4. Bitter, aber nicht ganz unerwartet, wenn man sich die letzten Auftritte der Roten Bullen anschaut.
Die Niederlage gegen die Königlichen war bereits das fünfte Auswärtsspiel in Folge, wo Leipzig ohne Sieg blieb. Nach der herben 1:6-Niederlage gegen die Bayern zeigte die Mannschaft zwar phasenweise eine ansprechendere Leistung, konnte das Spiel aber nicht offen halten. Der Trainer Martín Demichelis hatte vor dem Spiel „Mut und Persönlichkeit“ gefordert, aber am Ende war man nur ein Spielball für die Übermacht aus Madrid.
Ein intensives Duell mit Licht und Schatten
Die erste Hälfte startete durchaus engagiert. Leipzig presste hoch, kam sogar zu einer guten Chance, als Rômulo in der 7. Minute in den Strafraum eindrang, aber im letzten Moment von Antonio Rüdiger gestoppt wurde. Und dann war da noch der Schuss von Rômulo in der 28. Minute, der von Real-Keeper Thibaut Courtois stark pariert wurde. Es schien, als könnte Leipzig tatsächlich den ersten Treffer erzielen, doch die Realität sah anders aus.
Kurz vor der Halbzeit schockte Bernardo Silva die Leipziger: Nach einem abgefälschten Schuss und einem Missverständnis in der Leipziger Abwehr zappelte der Ball im Netz. 1:0 für Real – und das ausgerechnet in der 44. Minute. Ein echter Nackenschlag für die Leipziger, die sich in der ersten Hälfte gut verkauft hatten.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit der Gastgeber deutlich. Arda Güler erhöhte in der 52. Minute auf 2:0, als er nach einer Flanke von Kylian Mbappé nur noch seinen Fuß hinhalten musste. Leipzig fand kaum noch ins Spiel, die Defensive war zu oft überfordert. Trainer Demichelis versuchte mit Einwechslungen frischen Wind reinzubringen, aber der Druck von Real war erdrückend.
Ein Lichtblick zum Schluss
In der 85. Minute kam dann doch noch ein Funken Hoffnung: Tidiam Gomis, der erst kurz zuvor eingewechselt wurde, verkürzte auf 1:3. Eine schöne Vorlage von Christoph Baumgartner machte den Treffer möglich. Doch die Freude währte nur kurz. Yan Diomande, der ehemalige Leipziger, stellte in der 87. Minute mit einem prächtigen Volleyschuss den Endstand her. Ein bitteres Ende, gerade für die Fans, die Gomis’ Treffer nur kurz feiern konnten.
Mit dieser Niederlage steht Leipzig nach drei Champions-League-Spielen mit nur einem Sieg und zwei Niederlagen da. Das Torverhältnis von 3:8 ist ernüchternd. Umso mehr, als dass sie in der Bundesliga zuletzt auch nicht überzeugen konnten. Real hingegen setzte sich mit diesem Sieg an die Spitze der Gruppe, und die Fans der Königlichen konnten sich über den dritten Sieg im dritten Spiel freuen. Leipzigs Auswärtsschwäche bleibt somit ein großes Thema, und die Fans fragen sich, wie lange sie noch auf einen Auswärtssieg warten müssen.
Ein kleiner Trost: Rund 2.000 RB-Fans waren vor Ort und sorgten für ordentlich Stimmung im Bernabéu. Das zeigt, dass die Unterstützung für die Mannschaft trotz aller Rückschläge ungebrochen ist. Aber die Frage bleibt: Wie lange kann man für solche Auftritte noch Verständnis aufbringen? Das nächste Spiel wird entscheidend sein, um aus dieser Negativspirale auszubrechen.
