Leipzigs Fußballgötter im Schockzustand: 1:6 gegen Bayern und der drohende Champions-League-Albtraum
Heute ist der 20.10.2026, und der Fußballgott hat es mal wieder nicht gut gemeint mit RB Leipzig. Am Samstag, dem 17. Oktober, gab es eine schmerzhafte Niederlage gegen den FC Bayern München, und das Ergebnis von 1:6 wird den Fans noch lange im Gedächtnis bleiben. Das Schlimmste? Es war bereits die vierte Pflichtspielniederlage in Folge gegen die Bayern. Die vergangene Woche war also nicht gerade das, was man als „glückliches Händchen“ bezeichnen könnte.
Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Luis Díaz schickte die Leipziger Abwehr gleich mal auf die Verliererstraße. Mit drei Toren (12., 47., 69. Minute) und einem weiteren Treffer von Aleksandar Pavlovic (26. Minute) wurde die Messe frühzeitig gelesen. Michael Olise erhöhte auf 3:0, gefolgt von Harry Kane, der in seinem 100. Bundesliga-Spiel seinen 102. Treffer erzielte. Da kann man nur sagen: Respekt! Und während die Bayern die Zuschauer mit ihrer Dominanz verzauberten, gab es auf der anderen Seite nur einen Hoffnungsschimmer in der Nachspielzeit, als Andrija Maksimovic das erste Tor in seiner noch jungen Bundesliga-Karriere erzielte.
Ein kritischer Blick von Toni Kroos
Toni Kroos, der als ehemaliger Münchner und aktiver Spieler von Real Madrid die Situation aus einer besonderen Perspektive betrachtet, war wenig begeistert von Leipzigs Leistung. Im Podcast „Einfach mal Luppen“ äußerte er sich zu den Geschehnissen und meinte, zur Halbzeit hätte es auch 10:0 stehen können! Und das will was heißen. Er sah Leipzigs Spiel als teilweise gut ausgespielt, doch die Gegenwehr fehlte. „Wenn ihr in der Bundesliga zu den Top drei gehören wollt, dürft ihr euch solche Klatschen nicht erlauben“, so Kroos. Ein Satz, der wohl bei den Verantwortlichen in Leipzig nachhallen wird.
Doch bevor die Leipziger sich in Selbstmitleid suhlen können, steht das nächste große Spiel vor der Tür: Am Mittwoch treten sie in der Champions League bei Real Madrid an. Kroos warnte, dass es dort ähnlich deutlich werden könnte, wenn Leipzig nicht mehr an sich glaubt. „Die Mannschaft wirkte, als hätte sie von Anfang an mit einer hohen Niederlage gerechnet“, bemerkte er kritisch und verwies darauf, dass Teams mit geringeren sportlichen Ansprüchen sich gegen Bayern kämpferischer präsentierten. Ein Weckruf für die Roten Bullen?
Die Reaktion des Trainers
Trainer Martin Demichelis war ebenfalls alles andere als zufrieden. Er kritisierte die mangelnde Präsenz gegen den Ball und die fehlende Mut, wenn Leipzig selbst das Spiel gestalten sollte. „Wir haben zu viele Bälle verloren und können nur wenige positive Dinge für Madrid mitnehmen“, sagte er nach der Partie. Und das, obwohl die Statistik eindeutig für die Bayern sprach: 29 Abschlüsse und 17 Schüsse aufs Tor stehen auf der habenden Seite der Münchner. Leipzig kam erst in der 79. Minute zu seinem ersten Torschuss – da war die Messe längst gesungen.
Jetzt heißt es, den Kopf hochzuhalten und gegen Real Madrid ein anderes Gesicht zu zeigen. Nach der Klatsche gegen Bayern ist ein Auftritt in der Champions League genau das, was die Mannschaft braucht, um sich wieder zu finden. Die Fans hoffen auf einen mutigen Auftritt und dass Leipzig aus dieser schmerzhaften Erfahrung lernt. Zunächst steht jedoch der Aufsteiger SV Elversberg in der Bundesliga an, der mittlerweile Leipzig in der Tabelle überholt hat. Die nächsten Tage werden entscheidend dafür sein, ob die Roten Bullen einen Neuanfang wagen können oder ob sie weiterhin im Schatten ihrer großen Rivalen stehen.
