Leipzig wird in diesem Jahr mit einem ganz besonderen Weihnachtsbaum beschenkt. Ja, richtig gehört! Der prächtige Baum für unseren Weihnachtsmarkt kommt erstmals aus dem Sauerland. Ein echter Hingucker mit einer Höhe von etwa 18,50 Metern und einem Gewicht von stolzen fünf Tonnen. Die Nordmanntanne, die in Bestwig in Nordrhein-Westfalen gewachsen ist, wird am 2. November auf dem Markt aufgestellt. Ein Datum, das sich jeder Weihnachtsfan schon mal rot im Kalender anstreichen sollte!

In den letzten Jahren war der Weihnachtsbaum aus dem Vogtland, aber diesmal hat die intensive Suche nach einem geeigneten Exemplar in der näheren Umgebung nicht den erhofften Erfolg gebracht. Weder über den städtischen Forstbetrieb noch bei den zahlreichen Angeboten von Privatpersonen aus Leipzig und Umgebung konnte ein passender Baum gefunden werden. Ein bisschen schade, aber hey, das Sauerland kann sich jetzt freuen!

Der große Tag

Am 4. November wird der Baum dann feierlich mit 300 roten und goldenen Kugeln sowie etwa 3.000 Lichtern geschmückt – das wird ein Anblick! Wer schon mal einen Weihnachtsmarkt in Leipzig besucht hat, der weiß, wie magisch die Atmosphäre dort ist. Es wird keinen Platz für Trübsal geben, denn der Weihnachtsmarkt öffnet seine Pforten vom 24. November bis zum 23. Dezember. Ein Monat voller Lichter, Düfte und festlicher Stimmung steht uns bevor.

Der Baum wird voraussichtlich bis zum 4. Januar stehen bleiben. Und nach den Feiertagen heißt es dann: Abschied nehmen, aber nicht ohne einen nachhaltigen Gedanken im Hinterkopf. Der Baum wird danach zu Nutzholz verarbeitet. Das Fällen, Zerteilen und Abtransportieren wird dabei, wie auch in den vergangenen Jahren, von städtischen Auszubildenden der Forstwirtschaft übernommen. Eine tolle Initiative, die den jungen Leuten praktische Erfahrungen bietet und gleichzeitig den Bezug zur Natur stärkt.

Natur pur und Nachhaltigkeit

Wusstet ihr, dass in Deutschland jährlich zwischen 23 und 25 Millionen natürliche Weihnachtsbäume verkauft werden? Die Nordmanntanne macht dabei etwa 80 % der Verkäufe aus. Interessanterweise stammen über 90 % dieser Bäume aus heimischen Wäldern. Ein großer Teil wird in landwirtschaftlichen Kulturen angebaut, die oft auf Flächen liegen, die für intensiven Ackerbau nicht geeignet sind – wie Hänge oder sandige Böden. Das Sauerland ist übrigens eine der wichtigen Anbauregionen!

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Die Kultivierung dieser Bäume ist ein langwieriger Prozess. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen meist 10 bis 14 Jahre. Während dieser Zeit wird der Baum regelmäßig gepflegt – Formschnitt, Gesundheitskontrollen und mehr. Und das Ganze passiert nicht von ungefähr: Rund 19.100 Hektar von etwa 3.300 Betrieben werden in Deutschland für den Anbau von Weihnachtsbäumen genutzt. Das ist eine Menge Holz!

Wir dürfen also gespannt sein auf den neuen Weihnachtsbaum, der Leipzig in diesem Jahr zieren wird. Er wird nicht nur ein Blickfang sein, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur Umwelt leisten, nachdem er seine Aufgabe erfüllt hat. Vielleicht wird der ein oder andere auch auf die Idee kommen, sich für einen regionalen Naturbaum zu entscheiden und damit die heimischen Anbieter zu unterstützen. Schließlich ist jeder Baum ein kleines Stück Natur, das uns den Zauber der Weihnachtszeit näherbringt. Und mal ehrlich, was gibt es Schöneres, als unter einem funkelnden Baum die besinnliche Zeit zu genießen?