Am Samstag, dem 21. Februar 2026, wird in Leipzig das Lene-Voigt-Zentrum eröffnet. Dies geschieht an einem ganz besonderen Tag, dem Internationalen Tag der Muttersprache, der von der UNESCO gefördert wird. Das neue Zentrum, das sich in der Diakonissenstraße 1 im Stadtteil Lindenau befindet, wird ein wichtiger Ort für das literarische Erbe der sächsischen Dichterin Lene Voigt (1891–1962) sein. Klaus Petermann, der Vorstandsvorsitzende der Lene-Voigt-Gesellschaft, beschreibt die Eröffnung als die Erfüllung eines Traums.L-IZ berichtet.
Das Lene-Voigt-Zentrum wird eine Kombination aus Museum, Archiv, Begegnungs- und Veranstaltungsstätte sein. Am Eröffnungstag, der von 10 bis 15 Uhr dauert, haben die Gäste die Möglichkeit, das Zentrum zu besichtigen und sich mit Mitgliedern der Lene-Voigt-Gesellschaft auszutauschen. Sie werden gebeten, eine Sammeltasse mitzubringen, was die unterhaltsame und interaktive Natur der Veranstaltung unterstreicht.
Literarisches Erbe und Angebote
Im Zentrum wird eine Bibliothek eingerichtet, die Werke von Lene Voigt sowie von anderen sächsischen Dichtern beherbergt. Diese Einrichtung wird auch als Veranstaltungsort für Lesungen, Workshops und die „Sächsische Lesebühne“ dienen. Die Lesebühne, eine monatlich stattfindende Veranstaltungsreihe, richtet sich an Interpreten, Dichter und Freunde der sächsischen Sprache und fördert die Pflege der sächsischen Mundart. Interessierte können sich für die Veranstaltungen im Komm-Haus in Leipzig-Grünau anmeldenLene Voigt.
Das Lene-Voigt-Zentrum wird zudem die künstlerische Arbeit unterstützen, Proberäume bieten und Programme für Kinder und Jugendliche durchführen. Dies zeigt das Engagement der Lene-Voigt-Gesellschaft für die Förderung der Kultur und der sächsischen Sprache in der RegionLene-Voigt-Gesellschaft.
Einblicke in die Geschichte
Die Lene-Voigt-Gesellschaft fördert das literarische Erbe von Lene Voigt und ist aktiv daran beteiligt, das Wissen um ihre Werke lebendig zu halten. Letztes Jahr fand eine besondere Gedenkveranstaltung für die Herausgeber und Literaturforscher Wolfgang U. und Monica Schütte statt, die maßgeblich zur Wiederentdeckung von Lene Voigts Texten beigetragen haben. Ihre Grabstätte befindet sich in der Nähe von Voigts Ruhestätte, was die Verbundenheit zur Literatur unterstreicht.
Die Eröffnung des Lene-Voigt-Zentrums wird somit nicht nur ein bedeutendes kulturelles Ereignis für Leipzig darstellen, sondern auch ein Ort werden, an dem literarisches Erbe in all seinen Facetten gefeiert wird. Auf diese Weise wird die sächsische Sprache und Kultur weiterhin ihren Platz in der Gesellschaft finden.



