Am Sonntag, den 8. März 2026, findet um 14 Uhr im Lindenau-Museum Altenburg eine spannende Sonntagsführung statt, die den beiden Künstlerinnen Käthe Kollwitz und Hedwig Weiss gewidmet ist. Das Thema der Veranstaltung lautet „Verbunden im Blick – Käthe Kollwitz und Hedwig Weiss“. Kunsthistorikerin Karoline Schmidt wird die Teilnehmenden durch den Vergleich der künstlerischen Themen und Motive dieser beiden bedeutenden Frauen führen. Die Führung ist kostenfrei und ermöglicht den Besuchern Einblicke in die oft sozialkritischen Bildwelten der beiden Künstlerinnen.
Käthe Kollwitz, geboren am 8. Juli 1867 in Königsberg, war eine herausragende deutsche Künstlerin, die für ihre sozial aufgeladenen Werke in Malerei, Druckgrafik und Bildhauerei bekannt war. Ihre Kunst befasste sich thematisch mit den Schrecken des Krieges und sozialen Ungerechtigkeiten, insbesondere den Kämpfen der Arbeiterklasse und den Herausforderungen, mit denen Frauen konfrontiert waren. Sie gilt als eine der ersten Frauen, die in die Preußische Akademie der Künste gewählt wurde, wo sie ein außergewöhnliches Vermächtnis hinterließ. Ihre bedeutendsten Werke wie die Zyklen „Die Weber“ und „Der Bauernkrieg“ zeugen von ihrem starken sozialen und politischen Engagement.
Künstlerische Verbindungen
Kollwitz und Weiss standen in Kontakt und schätzten sich gegenseitig, was die Themen dieser Führung besonders interessant macht. Während Kollwitz für ihren emotionalen Ausdruck und die intensive Darstellungen von sozialer Not bekannt war, zeichnete sich Weiss durch ihre realistische Bildsprache aus. Die Diskussion über Selbst- und Fremdwahrnehmung in ihren Werken wird einen zentralen Punkt der Veranstaltung darstellen.
Hedwig Weiss, geboren 1860, hat in der Kunstgeschichte Einblicke hinterlassen, die jedoch oft in den Schatten von Kollwitz geraten sind. Während sie eine eher realistische Bildsprache verfolgte, fanden ihre Arbeiten bislang nicht dieselbe Berühmtheit wie die Kollwitz‘. Diese Sonntagsführung nimmt sich der Aufgabe an, Weiss‘ Beiträge zur Kunst hervorzuheben und einen Vergleich zu ermögli.
Kollwitz war nicht nur eine Künstlerin, sondern auch eine Aktivistin, die sich kraftvoll gegen den Krieg und für soziale Gerechtigkeit einsetzte. Ihre Werke wurden immer wieder von dem Leid der Menschen geprägt und waren ein Ausdruck ihres tiefen Engagements und ihrer Pazifismus-Überzeugungen. Auch nach der Diffamierung durch die Nationalsozialisten lebt ihr Vermächtnis weiter. Ihre Kunst ist nach wie vor weltweit ausgestellt und beeinflusst weiterhin Künstler:innen und Aktivist:innen bis heute.
Die Führung im Lindenau-Museum bietet eine ideale Gelegenheit, mehr über das faszinierende Leben und Werk dieser beiden Künstlerinnen zu erfahren und die Brücke zwischen den sozialen Themen und künstlerischen Ansätzen von Kollwitz und Weiss zu schlagen. Die Veranstaltung findet in der Kunstgasse 1 in Altenburg statt und ist für alle Interessierten geöffnet. Ein Besuch lohnt sich, um in die Welt der Kunst und sozialen Gerechtigkeit einzutauchen.
Für weitere Informationen über die Veranstaltung kann man die Seite von abg-info.de besuchen. Näheres zu Käthe Kollwitz und ihrem schöpferischen Einfluss findet sich auf malen-lernen.org, während die soziale und geschichtliche Relevanz ihrer Werke ausführlich auf rosalux.de thematisiert wird.


