Heute ist der 4.11.2026 und ich bin in Marienbrunn, wo die Vorfreude auf den Kyburg-Lauf in der Schweiz förmlich in der Luft liegt. Letzten Sonntag fand dieser spannende Wettkampf statt, und unter den Teilnehmenden war auch der blinde Läufer Dietmar Beiderbeck, der zusammen mit seinem Guide Georg Braungart von der LG Würzburg an den Start ging. Der Dragon Halbmarathon, der mit 21,1 Kilometern und 586 Höhenmetern aufwartet, war für die beiden ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum 100-Meilen-Ultratrail des Western States Endurance Run in Kalifornien. Ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Herausforderung – genau das, was sie suchten.

Die Strecke selbst ist ein wahrer Genuss für Naturfreunde. Sie führt zunächst ins Rösstal hinunter, mit Blick auf Winterthur, bevor die Läufer sich den steilen Anstiegen und Abwärtspassagen stellen müssen. Obgleich es keine Gipfel zu erklimmen gibt, sind die vielen Höhenunterschiede eine echte Herausforderung. Besonders die letzte Treppe mit ihren 450 Stufen, die von der Töss hinauf zum Schloss Kyburg führt, wird als besonders anspruchsvoll beschrieben. Und ganz ehrlich, wer kann schon 450 Treppenstufen ohne einen Schweißtropfen auf der Stirn bewältigen?

Ein Familienfest mit sozialem Charakter

Der Kyburg-Lauf ist nicht nur ein Wettkampf. Die Veranstaltung wird als sozial und familiär beschrieben, was dem Ganzen eine besondere Note verleiht. Die Veranstalterin Monika hat sich sogar persönlich um Beiderbeck und Braungart gekümmert und sie zum Bahnhof gebracht, da die Fahrkarten im Bus nicht mehr erhältlich waren. So viel Fürsorge – das gibt’s nicht überall!

Außerdem wurde neben dem Halbmarathon auch ein 10-Kilometer-Lauf, ein Panoramalauf, Kinderläufe und Nordic Walking angeboten. Es ist also für jede Altersgruppe und Fitnessstufe etwas dabei. Die Teilnehmenden können sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, das die Gemeinschaft stärkt und den Spaß am Laufen fördert. Und mal ganz ehrlich – wie toll ist es, wenn Familien und Freunde gemeinsam an einem solchen Event teilnehmen können?

Die Herausforderung des KyburgTrail

Der KyburgTrail ist nicht ohne Grund für sehr gut trainierte Athletinnen und Athleten gedacht. Der Streckenverlauf enthält zahlreiche Auf- und Abstiege, die sich über schroffe Trails und flachere Passagen erstrecken. Ein kurzer Einlauf am unteren Ende des Flügels und dann geht’s auch schon los! Der erste Trail-Aufstieg ist der Auftakt zu einem Abenteuer, das sich über die „Füsse des Drachen“ bis hin zum letzten steilen Anstieg zieht.

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Für die Sicherheit der Läufer ist gesorgt: Die Strecke ist mit Bodenpfeilen, Wegweisern und Flaggen gekennzeichnet, auch wenn an einigen Kreuzungen die Athleten selbst auf die richtige Streckenführung achten müssen. Und hey, wer mal einen Baumstamm überwinden muss – einfach drüber! Das hält fit und erhöht den Spaßfaktor. Verpflegungspunkte bei Kilometer 5 und 12,1 sorgen dafür, dass die Läufer nicht ohne Energie bleiben.

Schließlich haben Beiderbeck und Braungart das Ziel innerhalb der vorgeschriebenen Sollzeit erreicht. Das bedeutet für sie einen weiteren Erfolg auf dem Weg zur Teilnahme am 100-Meilen-Ultratrail. Ein voller Erfolg, der mit Stolz erfüllt und die Vorfreude auf die nächsten Herausforderungen steigert. Der Kyburg-Lauf ist nicht nur ein Wettkampf, sondern ein Erlebnis, das im Gedächtnis bleibt und Lust auf mehr macht.

Egal, ob man selbst läuft oder einfach nur zuschaut – die Atmosphäre ist ansteckend. Und wenn man sieht, wie Menschen über sich hinauswachsen und ihre Träume verwirklichen, dann weiß man, dass solche Veranstaltungen mehr sind als nur ein Rennen. Sie sind ein Stück Lebensfreude!