Am Sonntagabend, im beschaulichen Möckern, entwickelte sich eine Szene, die man so nicht alle Tage sieht. Ein 68-jähriger Opel-Fahrer, der anscheinend zu tief ins Glas geschaut hatte, sorgte für Aufregung, als er mit seinem Fahrzeug zunächst gegen eine Straßenlaterne rammte. Die Geschichte begann im Rutenweg, wo der Mann aus Richtung Burg kam und entschloss, auf den Parkplatz des Netto-Marktes abzubiegen. Dabei dürfte ihm wohl die Kontrolle über sein Auto entglitten sein.
Die ersten Spuren seiner misslungenen Mission waren schnell sichtbar: Die Laterne war beschädigt, das Fahrzeug hatte schon beim ersten Aufprall einige Kratzer abbekommen. Doch das war noch nicht alles. Beim Zurücksetzen stieß der Fahrer auch noch gegen ein Straßenschild und eine Baustellenabsperrung – als ob er auf einem Slalomkurs wäre! Nach dem kleinen „Unfallparkour“ sammelte er hastig die Trümmerteile seines Wagens ein und setzte seine Fahrt unerlaubt in Richtung Innenstadt fort. Man kann sich nur fragen, was in ihm vorging – die Flucht vor den Konsequenzen schien ihm wichtiger zu sein als die Notwendigkeit, Verantwortung zu übernehmen.
Die Polizei schlägt zu
Doch wie das Sprichwort sagt: „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ Die Polizei ließ nicht lange auf sich warten. Sie recherchierten die Halteranschrift des Fahrzeugs und fanden sowohl den Fahrer als auch das unfallbeschädigte Auto. Nach einer polizeilichen Belehrung gestand der Mann schließlich seine Unfälle. Ein Atemalkoholtest brachte das Ausmaß seines Fehlverhaltens ans Licht: 1,56 Promille! Ein Wert, der alles andere als harmlos ist und eine Blutprobenentnahme im Krankenhaus zur Folge hatte. Sein Führerschein wurde direkt vor Ort beschlagnahmt – ein weiterer Beweis, dass das Fahren unter Alkoholeinfluss in Deutschland ernsthafte Konsequenzen hat.
Die rechtlichen Folgen sind klar und eindeutig: Ein Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Gefährdung des Straßenverkehrs unter Alkoholeinfluss wurde eingeleitet. In Deutschland ist Alkohol am Steuer eines der häufigsten und gefährlichsten Verkehrsdelikte. Bereits geringe Mengen können die Reaktionsfähigkeit und das Urteilsvermögen erheblich beeinträchtigen. Das Gesetz sieht ein abgestuftes System von Sanktionen vor, das von Bußgeldern über Fahrverbote bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen reicht.
Die Konsequenzen für den Fahrer
Für unseren Opel-Fahrer bedeutet das unter anderem: Ab 0,5 Promille drohen mindestens 500 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot – und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ab 1,1 Promille liegt bereits absolute Fahruntüchtigkeit vor, was eine Straftat darstellt. Und für einen Führerscheinneuling oder einen Fahrer unter 21 Jahren gilt seit 2007 ein absolutes Alkoholverbot. In seinem Fall könnte er also auf eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe zusteuern, ganz zu schweigen von einem möglichen Führerscheinentzug für mindestens sechs Monate. Das alles hat massive Auswirkungen auf seine persönliche Mobilität – und ob er beim nächsten Mal die Nüchternheit am Steuer ernst nimmt, bleibt abzuwarten.
Die Geschichte könnte mit einem Aufruf zur Vorsicht enden – oder vielleicht mit einem Hinweis auf die Präventionsmaßnahmen. Aber in Wirklichkeit bleibt nur die ernüchternde Erkenntnis: Alkohol und Fahren passen einfach nicht zusammen. Und während der Körper im Durchschnitt 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde abbaut, sollte man sich vielleicht besser gleich für ein alternatives Transportmittel entscheiden. Denn wie der alte Spruch sagt: „Besser sicher nach Hause als ungewiss zu riskieren.“


