Unsicherheit um Geschwisterkindermäßigung in Möckern: Eltern bangen um steigende Kita-Kosten ab 2027
In Möckern herrscht ein gewisses Aufatmen unter den Eltern, die ihre Kinder in den örtlichen Kindertagesstätten betreuen lassen. Derzeit profitieren Familien von der Geschwisterkindermäßigung in Sachsen-Anhalt, die es ermöglicht, nur für das älteste Kind einen Beitrag zu zahlen. Doch das Schicksal dieser Regelung steht auf der Kippe, denn sie soll nach aktuellem Stand am 31. Dezember 2026 auslaufen. Das bedeutet für viele Eltern, dass sie sich auf steigende Betreuungskosten einstellen müssen – zumindest, falls die neue Landesregierung nichts unternimmt.
Das Thema betrifft auch die Kita Bussibär in Grabow, wo aktuell sechs Kinder von dieser Regelung profitieren. Hier wird deutlich, dass die Unsicherheit über die künftige Landesregierung in Sachsen-Anhalt auch praktische Folgen hat. Sollten die aktuellen Bedingungen nicht verlängert werden, könnten viele Eltern in Möckern vor finanziellen Herausforderungen stehen. Und mal ehrlich, gerade in der heutigen Zeit, wo alles teurer wird, wäre das für viele Familien ein echter Schlag ins Gesicht.
Die Beitragsgestaltung in Sachsen-Anhalt
Ein Blick auf die allgemeine Situation in Sachsen-Anhalt zeigt, dass es hier keine landesweite Beitragsfreiheit für Kitas gibt. Die Gemeinden legen die Betreuungsbeiträge fest, und die Unterschiede sind gewaltig. Die jeweilige Gemeindesatzung oder die Beitragsordnung des Trägers bestimmen, wie viel Eltern für die Betreuung ihrer Kinder zahlen müssen. Das führt dazu, dass die Beiträge je nach Kommune, Einrichtung und sogar Alter des Kindes stark variieren können.
Ein Beispiel gefällig? Die durchschnittlichen monatlichen Elternbeiträge zum 1. August 2023 lagen für eine achtstündige Betreuung in der Krippe bei etwa 184,36 Euro und im Kindergarten bei 145,33 Euro. Der Hort schlägt mit durchschnittlich 81,44 Euro für sechs Stunden zu Buche. Diese Werte sind allerdings nur Richtwerte. Vor Ort können die tatsächlichen Beiträge unterschiedlich ausfallen. Und dann sind da noch die Verpflegungskosten, die nicht im Betreuungsbeitrag enthalten sind. Essen muss schließlich auch bezahlt werden, was für viele Familien eine zusätzliche finanzielle Belastung darstellt.
Das Dilemma der Geschwisterregelung
Die Geschwisterregelung, die bis Ende 2026 gilt, ist für viele Eltern ein echter Lichtblick. Sie besagt, dass in Familien mit mehreren Kindern nur für das älteste nicht schulpflichtige Kind ein Kostenbeitrag erhoben wird. Ein Umstand, der vielen Familien das Leben erleichtert. Aber was geschieht ab 2027? Die Unsicherheit ist groß, und viele Gemeinden sind bereits dabei, neue Beitragssatzungen vorzubereiten. Die Frage steht im Raum: Werden die Kosten für Familien mit zwei oder drei Kita-Kindern steigen? Das wissen wir heute nicht.
Eltern, die auf eine Befreiung oder Übernahme des Beitrags hoffen, sollten sich auch über die Möglichkeiten informieren, die das Gesetz bietet. Bei unzumutbaren finanziellen Belastungen kann das Jugendamt auf Antrag den Beitrag ganz oder teilweise übernehmen. Dafür müssen allerdings Nachweise wie Einkommensbescheide vorgelegt werden. Und das ist nicht immer einfach – vor allem, wenn man bedenkt, dass viele Eltern ohnehin schon mit der Zeit und dem Geld jonglieren müssen.
In jedem Fall bleibt die Situation spannend. Die Eltern in Möckern sollten sich gut informieren und gegebenenfalls rechtzeitig handeln, um die bestmögliche Lösung für ihre Familie zu finden. Denn nichts ist so wichtig wie eine gute Betreuung für die Kleinen – und das zu einem fairen Preis.
