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Heute ist der 17.05.2026 und ich sitze hier in Schönau, einem Ort, der von Geschichte nur so strotzt. Und da kann ich nicht anders, als über die faszinierenden Frauen zu sprechen, die in der Habsburgermonarchie eine bedeutende Rolle gespielt haben. Die Dokumentation „Habsburgs starke Frauen – Eine Spurensuche in Niederösterreich“ aus der ORF-Reihe „Österreich-Bild“ nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch die Zeit und beleuchtet das Wirken von drei außergewöhnlichen Frauen: Zita von Bourbon-Parma, Maria Theresia von Neapel-Sizilien und Elisabeth Petznek. Diese Damen waren alles andere als Schattenfiguren – sie haben aktiv ihre eigenen Wege geebnet und ihre Ziele mit Entschlossenheit verfolgt.

Beginnen wir mit Zita von Bourbon-Parma, der letzten Kaiserin von Österreich. Was für eine beeindruckende Persönlichkeit! Sie war nicht nur politisch aktiv, sondern verstand es auch meisterhaft, im Hintergrund Einfluss zu nehmen. Vor allem während der „Sixtus-Affäre“ war sie eine Schlüsselakteurin. Ihre italienisch-französische Herkunft half ihr, geheime Verhandlungen mit Frankreich zu führen. Wusstet ihr, dass sie ihre Hochzeit im malerischen Schloss Schwarzau feierte? Und nach ihrer Verzichtserklärung 1918 fand sie Zuflucht im Schloss Eckartsau. Für Zita war das Abdanken keine Option – die Kaiserkrone war für sie fast schon eine göttliche Berufung. Übrigens, sie war auch die treibende Kraft hinter der Gründung des ersten Ministeriums für Volksgesundheit. Das ist mal eine Leistung!

Maria Theresia von Neapel-Sizilien

Kommen wir zu Maria Theresia von Neapel-Sizilien, der ersten Kaiserin von Österreich. Sie war für ihre gesellige und fröhliche Art bekannt – ein echter Sonnenschein! Ihre Position war besonders herausfordernd, denn ihr Ehemann galt als entscheidungsschwach. Doch Maria Theresia ließ sich davon nicht unterkriegen. Politische Debatten fanden oft im Park von Schloss Laxenburg statt, wo sie mit ihrem Mann lebte. Gemeinsam ließen sie das Schloss umbauen und vergrößern. Sie setzte sich für eine anti-napoleonische Agenda ein und bewies damit, dass sie in einer männerdominierten Welt nicht nur mithalten, sondern auch die Zügel in die Hand nehmen konnte.

Elisabeth Petznek – die rote Erzherzogin

Und dann hätten wir da noch Elisabeth Petznek, die als „rote Erzherzogin“ bekannt wurde. Geboren als Erzherzogin Elisabeth Marie Henriette Stephanie Gisela von Österreich, lebte sie eine Zeit lang in Schloss Schönau, das in der Nähe der Rüstungsindustrie des Ersten Weltkriegs lag. Ihr Engagement für die sozialen Belange der Menschen in ihrer Umgebung war bewundernswert. Sie öffnete Türen für die Kinderfreunde und sorgte dafür, dass die Ortsbewohner mit Obst und Gemüse versorgt wurden. Das ist doch mal eine praktische Art, Geschichte zu schreiben!

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In der Dokumentation besucht der Schauspieler Friedrich von Thun die Schauplätze dieser starken Frauen in Niederösterreich und geht deren Geschichten nach. Es ist beeindruckend, wie viel Kraft und Willensstärke in diesen Frauen steckte – sie waren nicht nur Mütter oder Ehefrauen, sondern echte Akteurinnen ihrer Zeit.

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Ein Blick über den Tellerrand

Das Thema Frauen in der Politik ist längst nicht nur auf die Habsburgermonarchie beschränkt. Ein aktuelles Buch, das sich mit diesem Thema auseinandersetzt, hebt hervor, wie wichtig es ist, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Historisch betrachtet lag der Fokus lange Zeit auf dem Staat und den Amtsträgern, wodurch das Handeln von Frauen oft marginalisiert wurde. Das Buch thematisiert nicht nur politische Aktivistinnen, sondern auch das Engagement von Frauen in Reformbewegungen, von Übersetzerinnen bis hin zu streikenden Tabakarbeiterinnen in Sarajevo. Es zeigt die Bedeutung des Vereinswesens und die internationalen Verflechtungen auf, die oft im Schatten der großen politischen Ereignisse stehen.

Die Einbeziehung von Frauen verändert die Sicht auf die Geschichte, insbesondere auf die späte Habsburgermonarchie. Der Diskurs um Gender und Agency gewinnt zunehmend an Bedeutung. Es bleibt spannend, wie wir in Zukunft die Stimmen dieser Frauen hören und welche neuen Perspektiven sie uns eröffnen werden.