Am Sonntag Vormittag wurde in Schönau ein bedeutendes Kapitel in der Ortsgeschichte aufgeschlagen: die Eröffnung und Segnung des neugestalteten Jakobsplatzes. Die Pfarrbevölkerung und zahlreiche lokale Vereine feierten gemeinsam diesen besonderen Anlass. Über 3000 freiwillige Arbeitsstunden wurden von den engagierten Schönauern geleistet, unter der fachkundigen Leitung von Johann Ennikl und Erwin Kastner, während Manfred Aumayer die Koordination übernahm. Als Dankeschön wurden die Helfer mit hunderten Mahlzeiten aus lokalen Küchen verköstigt.
Der Jakobsplatz wurde nicht nur als ein Ort der Begegnung, Ruhe und Besinnung konzipiert, sondern ist auch das Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Pfarre, der Gemeinde, dem Verschönerungsverein und dem Tourismusforum. Das Projekt, das im Rahmen eines Leader-Projekts umgesetzt wurde, steht unter der Obmannschaft von Roland Viehböck und konnte über 100.000 Euro an Fördermitteln aus dem Leader-Programm der EU, des Bundes und des Landes Oberösterreich mobilisieren. Diese Initiative ist Teil einer umfassenden Neugestaltung der Ortsmitte von Schönau.
Ein Ort der Begegnung und Besinnung
Mit dem Jakobsplatz wurde ein attraktiver Raum geschaffen, der mit einem Pilgergarten und heimischen Granitplatten gestaltet ist. Der Platz ist frei zugänglich und bietet keinerlei Konsumzwang. Ein Architektenteam, in Zusammenarbeit mit dem Kunstreferat der Diözese Linz, hat die Planungen vorangetrieben. Das Herzstück des Platzes bildet eine ansprechende Gestaltung, die durch Eingangs-Stelen und eine Mauereinfassung des Pilgergartens ergänzt wird.
Besonders hervorzuheben ist die künstlerische Trilogie der Kulturpreisträgerin Judith Huemer von 2022, bestehend aus dem „Pilgerstab des Lebens“, dem „Schattenbogen“ im Pflaster und der „Ellipse“ über dem Eingangsportal der Pfarrkirche. Zur besseren Information und Orientierung wurden zudem zwei digitale Info-Terminals sowie ein analoger Schaukasten installiert. Der Pilgergarten selbst zeichnet sich durch eine passende Bepflanzung, ein nachhaltiges Bewässerungssystem und einladende Sitzmöglichkeiten aus, die ebenfalls von der Gemeinde realisiert wurden.
Ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt
Die Unterstützung bei der Projektkonzipierung und der Einreichung der Fördermittel kam von der Leader-Region Mühlviertler Alm. Obmann Johann Holzmann äußerte sich begeistert über das Projekt, das nicht nur die Dorfgemeinschaft stärkt, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur kulturellen Identität Schönau bietet. Der Jakobsplatz ist ein Beispiel dafür, wie durch gemeinsames Engagement und kreative Ideen ein lebendiger Raum für alle Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden kann.
Die Einweihung des Jakobsplatzes stellt somit nicht nur einen Meilenstein in der Ortsentwicklung dar, sondern fördert auch den Austausch und das Miteinander unter den Schönauern. In einer Zeit, in der soziale Räume immer wichtiger werden, wird dieser Platz sicher ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt sein.


