Die Luft ist frisch, die Stimmung euphorisch – nach einer langen Durststrecke von fünf Jahren ist die Kunsteisbahn in der Lotto-Bayern-Eisarena Königssee endlich wieder befahrbar! Am Montag, den 2. November 2026, erklangen die ersten freudigen Schreie der Athleten, als sie die Bahn wieder unter ihren Kufen spürten. Ein kleiner, aber bedeutender Moment für die Wintersportgemeinde und alle, die die Bahn in ihr Herz geschlossen haben.

Die erste Fahrt wurde von niemand geringerem als dem Doppel-Olympiasieger Johannes Lochner und dem Schönauer Bürgermeister Stefan Kraus als Bremser absolviert. Lochner war sichtbar bewegt: „Ich habe zwischenzeitlich nicht mehr an eine Wiedereröffnung geglaubt. Die erste Fahrt nach fünf Jahren war für mich eine Ehre.“ Und Kraus? Der Bürgermeister zeigte sich beeindruckt von den Kräften, die auf die Athleten wirken. „Es war höchste Zeit, dass hier am Königssee wieder gefahren wird“, fügte er mit einem Schmunzeln hinzu.

Ein Fest der Rückkehr

Doch es war nicht nur Lochner, der sich in die neuen Kurven wagte. Auch andere Athleten wie die Skeletonsportlerinnen Hannah Neise und Felix Keisinger testeten die Bahn. Neise konnte ihre Nervosität vor dem ersten Lauf kaum verbergen, aber nachdem die ersten Meter hinter ihr lagen, strahlte sie: „Die Bahn steht gut und macht großen Spaß!“ Keisinger, der sich seit langem auf diese Rückkehr gefreut hatte, schwärmte von der einzigartigen Geraden. „Das Eis ist am ersten Tag schon sehr gut – das ist mit keiner anderen Bahn vergleichbar!“

Während der letzten Bauphase war Florian Stiller, der technische Leiter, mit seinem Team beschäftigt, die Anlage für diesen Neustart vorzubereiten. Lochner lobte die Eisqualität und die beeindruckende Arbeit der neuen Crew, die innerhalb einer Woche ein sehr hohes Niveau erreicht hat. Wer hätte gedacht, dass die Zeit so schnell vergeht? Es fühlt sich an, als wäre es erst gestern gewesen, dass die Bahn aufgrund eines Murgangs im Juli 2021 schwer beschädigt wurde.

Ein Blick in die Geschichte

Die Kunsteisbahn Königssee, die 1959 als Rodelbahn entstand und seit 1968 die erste Kunsteisbahn der Welt ist, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Sie ist 1.587 Meter lang und bietet 16 Kurven, darunter das berühmte „Turbodrom“. Auch wenn die letzten Jahre eine Herausforderung waren, ist die Rückkehr dieser legendären Bahn ein Zeichen des Durchhaltens und der Hoffnung für die Zukunft. Im Januar 2022 wurde bereits ein provisorischer Trainingsbetrieb aufgenommen, doch erst jetzt – nach dem Wiederaufbau, der mit rund 53,5 Millionen Euro zu Buche schlägt – ist die Bahn wieder vollständig für Wettkämpfe bereit.

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Am Mittwoch, den 11. November, wird die Bahn feierlich eröffnet. Und das nicht ohne Grund: Bei der Eröffnung findet gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft im Rodeln statt – der erste Wettkampf auf der Bahn seit fünf Jahren! Ein Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die Kunsteisbahn ist nicht nur ein Ort für Profis, sondern auch für alle, die den Wintersport lieben. Von „Gästerodeln für jedermann“ bis hin zu Wettkämpfen für Schüler und Nachwuchssportler – hier ist für jeden etwas dabei. Und wer weiß, vielleicht wird der nächste Olympiasieger ja schon bald hier auf den Spuren der Großen trainieren.