Wechsel an der Spitze: Harald Ebner übernimmt das Bürgermeisteramt in Schönau nach 18 Jahren von Herbert Haunschmied
In Schönau im Mühlkreis hat sich am Donnerstagabend ein bedeutender Wechsel vollzogen – nach 6.999 Tagen im Amt hat Herbert Haunschmied (ÖVP) seinen Platz als Bürgermeister geräumt. Die Stimmung in der Gemeinderatssitzung war fast greifbar, als der 60-Jährige, der 18 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde lenkte, von seinen Nachfolgern verabschiedet wurde. Mit einem herzlichen Applaus, der wie eine Welle durch den Saal rollte, zollten die Anwesenden dem scheidenden Bürgermeister Respekt für seine Verdienste. Haunschmied betonte in seiner Abschiedsrede, dass das Miteinander – sei es mit den Mitarbeitern, den Gemeinderäten oder der Bevölkerung – immer im Vordergrund stand. Und ganz nebenbei ließ er auch wissen, dass es während seiner Amtszeit nie an Humor gefehlt hat. Ein guter Ratschlag für seinen Nachfolger.
Der neue Bürgermeister, Harald Ebner, 52 Jahre alt, ist nicht nur Tankstellenbetreiber, sondern auch ein Familienmensch. Verheiratet mit Doris und Vater von zwei erwachsenen Söhnen, legte er den Amtseid in die Hand von Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger und versprach, seine neue Aufgabe mit Freude und Respekt zu übernehmen. Es war beeindruckend zu sehen, wie er sich gleich in seiner ersten Sitzung souverän präsentierte. Mit 17 von 18 gültigen Stimmen wurde er gewählt, und das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde, war spürbar – eine echte Teamleistung, wie er selbst erklärte. Ebner ist sich der Verantwortung bewusst und nennt als wichtige Unterstützer den neuen Vizebürgermeister Christoph Moser und den ÖVP-Fraktionsobmann Patrick Rosinger.
Ein Erbe, das weitergetragen wird
Haunschmied blickte in seiner letzten Ansprache auch auf die 53 Jahre zurück, die er, seine Vorgänger Johann Gradl und Efrem Kriechbaumer, zusammen im Bürgermeisteramt verbracht haben. Ein Erbe, das nicht nur Zahlen, sondern vor allem Geschichten und Erfahrungen umfasst. Die Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger würdigte die kritische und konstruktive Arbeit des scheidenden Bürgermeisters im Sozialhilfeverband und hob Schönau als Vorbild im Sozialbereich hervor. Das lässt einen schon ein bisschen stolz auf die eigene Gemeinde werden.
Ebner hat viel auf seiner Agenda, und die erste Gemeinderatssitzung, die er leiten durfte, war gefüllt mit wichtigen Beschlüssen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Nachbesetzungen in verschiedenen Gremien und Ausschüssen. Doch die Herausforderungen enden hier nicht. Der Neubau des Feuerwehrzeughauses der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf, die Zukunft des alten Kindergartens und die Beschaffung von Baugründen stehen ebenfalls an. Ein volles Programm, das er mit seinem Team anpacken wird.
Der Abschied von Haunschmied war nicht nur ein Abschied von einem Bürgermeister, sondern auch von einer Ära. Mit Humor und Respekt werden die Geschäfte nun in die Hände von Harald Ebner gelegt, der mit frischem Wind und neuen Ideen die Zukunft von Schönau gestalten will. Die Gemeinde ist bereit für diesen Wandel, und wir sind gespannt, was die nächsten Jahre bringen werden.
