Weltgebetstag des Kolpingwerks: Gemeinschaft und Zukunftsvisionen in Lahnstein
In der Krypta der St.-Barbarakirche in Lahnstein ertönten am vergangenen Wochenende die Stimmen der Mitglieder der Kolpingsfamilien aus dem Bezirksverband Rhein-Lahn. Während sie gemeinsam den Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes feierten, spürte man die Verbundenheit und den Geist der Gemeinschaft in jedem Lied und jeder Gebetsformulierung. Bezirksdekan Pfarrer Armin Sturm leitete den Gottesdienst, und die Texte, die aus der Dominikanischen Republik stammten, brachten ein Stück fernweh-erfüllte Wärme in die Herzen der Anwesenden. Besonders berührend war der Moment, als der Kolpingsingkreis Nievern moderne Kirchenlieder anstimmte, unter anderem die Hymne „Wir sind Kolping“. Einfach ein Genuss, das mitzuerleben!
Eine Hutsammlung brachte stolze 180 Euro für die Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes ein. Das zeigt, wie selbst kleine Gesten große Wirkung entfalten können. Nach dem Gottesdienst gab es für alle Anwesenden einen kleinen Imbiss, bereitgestellt von der Kolpingsfamilie Lahnstein, St. Barbara. Hier kam man ins Gespräch, lachte und tauschte Geschichten aus – das Herzstück jeder Kolpingveranstaltung.
Die Bezirksversammlung im Zeichen der Zukunft
Die anschließende Bezirksversammlung bot einen spannenden Einblick in die demokratische Struktur des Kolpingwerks. In einem lebhaften Austausch wurden Peter Bertram, Lothar Bindczeck und Werner Schleicher als gleichberechtigtes Vorstandsteam gewählt. Ulrike Schneider bleibt uns als Geistliche Leiterin erhalten und hat gleich noch das Amt der Schriftführerin an ihrer Seite. Andrea Simon wurde als Kassiererin wiedergewählt – ein Zeichen für Kontinuität in der Organisation. Und Jessica Merz aus der Kolpingsfamilie Nievern-Fachbach-Miellen bleibt die Stimme der Jugend im Bezirk. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Wahl von Elisabeth Böhm-Magerl zur Kassenprüferin, die sicherlich frischen Wind in die Finanzen bringt.
Ein echter Höhepunkt der Versammlung waren die Pläne für 2027. Die Teilnehmer können sich auf einen Pilgertag mit Wanderung rund um den Aussichtspunkt Malberg in Bad Ems am 24. April freuen. Außerdem steht ein Begegnungsfest im Kloster Schönau am 22. Mai auf dem Programm – und für die Wanderfreunde unter uns eine Friedenswanderung ab Miehlen am selben Tag. Das klingt alles nach einem aufregenden Jahr!
KOLPING Brasilien feiert 100 Jahre
Ein weiterer spannender Aspekt des Weltgebetstags ist die Feier des 100-jährigen Bestehens von KOLPING Brasilien. Gegründet 1923 von deutschen Auswandererfamilien in São Paulo, hat sich der Verein in über 60 Prozent der brasilianischen Bundesstaaten verbreitet. Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Gemeinschaft im Laufe der Jahre gewachsen ist und sich weiterentwickelt hat. Der Nationalverband, der 1973 ins Leben gerufen wurde, hat das Ziel, die Kolpinggemeinschaften und Kolpingsfamilien aktiv zu unterstützen. Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich Menschen zusammenfinden, um ein besseres Leben zu gestalten.
Adolph Kolping, der Gründer des Gesellenvereinswerks, hat mit seiner Vision und seinem Engagement die Entwicklung von mehr als 400 Gesellenvereinen geprägt. Von der Gründung des ersten Gesellenvereins in Elberfeld im Jahr 1846 bis zu seinem Tod hat er verbindliche Grundlagen geschaffen, die bis heute Bestand haben. Die Generalversammlungen in den Jahren 1858 und 1864 waren entscheidend für die Struktur, die das Kolpingwerk auch heute noch auszeichnet. Es ist spannend, darüber nachzudenken, wie diese Wurzeln noch heute in den Aktivitäten und der Gemeinschaftsarbeit spürbar sind.
