Unruhe in Seehausen: Nackte Böschungen und der Abschied von der alten Elbbrücke
In Seehausen, einem kleinen Ort mit viel Charme, herrscht zurzeit eine gewisse Unruhe. Die Bürger zeigen sich irritiert über die neuen, teilweise unbedeckten Böschungen an der A14 zwischen der Vielbaumer Kreuzung und Wittenberge. Nach einem heftigen Starkregen wurde an einer Kiesböschung bei der Kreuzung der Kies regelrecht weggespült – das sorgt für Fragen und Unsicherheiten unter den Anwohnern. Die zentrale Frage, die viele beschäftigt: Muss da nicht noch Muttererde drauf? Schließlich gehört es sich ja, dass eine Böschung nicht einfach nackt dasteht, oder?
Die Deges, die für diesen Bauabschnitt zuständig ist, hat sich an besagter Stelle entschieden, auf eine Abdeckung mit Mutterboden zu verzichten. Das wirft natürlich einen Schatten auf die Pläne, die sich viele Bürger anders vorgestellt hatten. Eine Stellungnahme der Deges ist bereits angekündigt, doch im Moment bleibt die Informationslage eher dünn. Kommt da noch was oder müssen wir uns mit diesen nackten Böschungen anfreunden?
Neue Verkehrsführung und Brückenbau
Doch nicht nur die Böschungen sorgen für Gesprächsstoff. Ende August wurde der Verkehr auf die neue Elbbrücke der künftigen A14 verlegt. Ein großer Schritt! Zunächst bleibt die Strecke jedoch eine Bundesstraße, und die B189 wird hier weiterhin ihren Lauf nehmen. Am 31. August wurde die östliche Fahrbahn für beide Richtungen freigegeben, was das Rückbauen der alten B189-Elbbrücke ermöglicht. Die alte Brücke, die zwischen Geestgottberg im Landkreis Stendal und Wittenberge verläuft, ist seit dem 8. September vollständig gesperrt. Ein bisschen wie ein Abschied, der sich anfühlt, als ob man ein gutes altes Buch zuschlägt.
In den ersten zwei Wochen nach der Sperrung wird die alte Brücke für den Abriss vorbereitet. Und danach – ja, dann geht’s ans Eingemachte. Der Rückbau soll etwa acht Monate in Anspruch nehmen. Danach wird die neue B189-Elbbrücke gebaut, mit einer geplanten Verkehrsfreigabe im Herbst 2029. Wer hätte gedacht, dass es so lange dauert, eine Brücke zu bauen? Und während wir auf die neue warten, dürfen sogar Mopeds und landwirtschaftliche Fahrzeuge die Umleitung nutzen. Fußgänger und Radfahrer können derweil die Elbe weiterhin über die Eisenbahnbrücke bei Wittenberge überqueren – ein kleiner Lichtblick in all dem Baustellen-Trubel.
Ein Ausblick in die Zukunft
Die zweite Fahrbahn der künftigen A14 soll nach aktuellem Stand Ende 2027 fertiggestellt werden. Doch erst, wenn die neue B189-Brücke vollendet ist, darf der Abschnitt endlich als Autobahn freigegeben werden. Das lässt einem doch die Frage aufkommen: Wie lange werden wir mit diesen Baustellen leben müssen? Die Vorfreude auf die neue Verkehrsachse ist groß, doch die Zeit bis dahin wird sich wie Kaugummi ziehen. Ein bisschen Geduld ist gefragt, während die Anwohner über nackt dastehende Böschungen und die Zukunft der Verkehrsanbindung diskutieren.
