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Am Samstag, dem 15. September 2025, fand nach siebenjähriger Pause das Karli-Beben im Leipziger Süden statt und zog mehrere Tausend Menschen an. Die Veranstaltung verlief zunächst friedlich, jedoch kam es am Abend zu gewalttätigen Vorfällen, die die Polizei in Alarmbereitschaft versetzten. Ein Anwohnerbericht über versuchte Brandstiftung an Baustellenabsperrungen führte gegen 22:30 Uhr zu einem Einsatz der Feuerwehr, die die Flammen bis etwa 23:15 Uhr löschte. Währenddessen wurden Polizeibeamte, die zur Klärung des Vorfalls herbeigerufen wurden, mit Gegenständen beworfen, verletzten sich jedoch nicht.

Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, flüchtete die Gruppe gewaltsamer Störer in Richtung Fichtestraße. Ein weiterer Polizeieinsatz wurde durch den Alarm einer Konsumfiliale auf der Karl-Liebknecht-Straße ausgelöst, wo die Beamten eine beschädigte Scheibe und zwei lilafarbene Graffiti mit politischen Inhalten entdeckten: „Free Maja“ und „Free Them All“. Diese Sprüche standen im Zusammenhang mit einem geplanten Aktionstag von linken Gruppen, der einen politischen Protest unterstützte.

Der Kontext der Proteste

Im Mittelpunkt der Proteste steht die in Ungarn inhaftierte Maja T., die als non-binär identifiziert wird und derzeit mit einer Haftstrafe von bis zu 24 Jahren konfrontiert ist. Maja T. wurde im Dezember 2023 in Berlin verhaftet und im Juni 2024 nach Ungarn ausgeliefert, nachdem sie angeblich Körperverletzung im Zusammenhang mit Protesten gegen Rechtsextreme begangen haben soll. Aktivisten fordern ihre Freilassung, und die Randalierer scheinen sich als Teil dieser Bewegung zu sehen, die auch durch Welt thematisiert wird.

Der Vorfall und die damit verbundenen Randalierungen wurden durch das Zünden von Pyrotechnik und angestellten Angriffen auf Polizeibeamte begleitet. Trotz der Aggressivität der Störer konnte die Polizei keine Verletzten melden. Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung wurden eingeleitet. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen zu den Graffiti übernommen.

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Reaktionen und Aufräumarbeiten

Nach der Feier waren Anwohner besorgt über den hinterlassenen Müll, besonders in Spielplätzen, was zu Beschwerden führte. Veranstalter der Veranstaltung bittet auf Instagram um Unterstützung beim Aufräumen, da die Stadtreinigung am Sonntagmorgen noch nicht vor Ort war. Darüber hinaus gaben die Veranstalter an, dass die Einnahmen des Straßenfests nicht ausreichten, um die Kosten zu decken, und baten um finanzielle Hilfe über eine Spendenseite.

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Insgesamt zeichnete sich das Karli-Beben durch eine friedliche Eröffnungsphase von etwa 10.000 feiernden Menschen aus, bevor die gewaltsamen Vorfälle die Stimmung trübten. Die Polizeipräsenz wurde durch die Störungen verstärkt, dennoch blieb der Großteil der Feiernden ungestört.