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Am 30. Mai 2026 wird die Stadt Liestal in der Schweiz zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Ereignisses: dem Eidgenössischen und Internationalen Jagdhornbläserfest (EIJBF). Hunderte Bläser aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich und Tschechien reisen an, um ihre Leidenschaft für das Jagdhornblasen zu zelebrieren. Die Präsidentin der Jagdhornbläser Schweiz, Thekla Homberger, die aus Füllinsdorf stammt und die Stadt gut kennt, hat diesen festlichen Anlass initiiert. Die Altstadt und die beeindruckende Stadtkirche bieten die perfekte Kulisse für das klangvolle Spektakel.

Die Vorfreude ist bereits jetzt spürbar. Die Teilnahme von Jägern und Profimusikern verspricht ein vielfältiges musikalisches Erlebnis. Laut den Regeln müssen mindestens zwei Drittel der Bläsergruppen aus Jägern bestehen. Dies stellt sicher, dass die Tradition des Jagdhornblasens, die tief in der Natur und der Jagdkultur verwurzelt ist, auch in Zukunft lebendig bleibt. Homberger selbst wuchs in einer Jägerfamilie auf und fing vor 14 Jahren an, Jagdhorn zu blasen. Ein prägender Moment in ihrer Karriere war das Eidgenössische Jagdhornbläserfest 2013 in Brig, das sie nachhaltig beeinflusste.

Ein Fest der Klänge und Traditionen

Die Besucher dürfen sich auf ein beeindruckendes Eröffnungskonzert am Freitagabend freuen, bei dem mehr als 50 Bläser aufeinandertreffen. Der Höhepunkt des Festes wird am Samstag erwartet, wenn über 300 Musiker gemeinsam musizieren. In verschiedenen Kategorien und Stärkeklassen treten die Gruppen gegeneinander an. Von Fürst-Pless- und Parforcehörnern in B über reine Parforcehörner in Es bis hin zu Quartetten – die Vielfalt ist enorm. Es werden Stücke wie „Jagd Schweiz“ und „Weidmannsdank“ präsentiert, die das Herz eines jeden Jäger- und Musikliebhabers höher schlagen lassen.

Die Unterschiede in der Jagdhornmusik zwischen den Ländern sind ebenfalls spannend. In Frankreich etwa prägt die Trompe de Chasse mit ihren höfischen Fanfaren die Jagdmusik, während in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem das Fürst-Pless-Horn und das Parforcehorn dominieren. In Tschechien hingegen liegt der Fokus auf Musikalität und Leichtigkeit – ein ganz eigenes Flair, das die Jagdhornmusik dort auszeichnet.

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Nachwuchssorgen und Tradition

Ehrlich gesagt, die Jagdhornbläser haben mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Junge Menschen sind oft abgelenkt durch Beruf und Familie, und die Verbindung zur Jagdmusik wird zunehmend schwieriger. Um dem entgegenzuwirken, suchen die Bläser den Kontakt zu jungen Leuten über Musik- und Jagdschulen. Das Fest in Liestal bietet eine wunderbare Gelegenheit, um das Interesse an dieser alten Tradition zu wecken und neue Talente zu fördern.

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Doch das EIJBF ist nicht das einzige musikalische Highlight in der Region. Am 23. Mai 2026 findet das 60. Park- und Blütenfest im Rhododendronpark Kromlau statt, wo das Sächsische Landes-Jagdhornbläsertreffen gefeiert wird. Hier kommen Jäger und Jagdhornbläser aus Sachsen und Brandenburg zusammen, um stimmungsvolle Jagdsignale und traditionelle Jagdhornmusik zu präsentieren. Die Vorfreude auf das große Abschlusskonzert ist riesig – zwischen 17:00 und 18:00 Uhr wird ein musikalisches Erlebnis geboten, das in Erinnerung bleibt.

Das EIJBF und das Landes-Jagdhornbläsertreffen sind mehr als nur Veranstaltungen; sie sind eine Feier der Tradition und der Gemeinschaft. In einer Zeit, in der alles schnelllebig ist, bringt die Jagdhornmusik Menschen zusammen. Machen wir uns bereit für ein unvergessliches Fest voller Klänge, Erinnerungen und einer tief verwurzelten Jagdkultur!