Hackerangriff auf Universität Leipzig: IT-Systeme lahmgelegt und Abgabefristen verlängert
Die Universität Leipzig hat es derzeit nicht leicht – ein Hackerangriff hat die IT-Systeme in die Knie gezwungen. Am Mittwochvormittag wurde der Angriff festgestellt, und seitdem sind die Server offline. Das bedeutet für die Studierenden und Mitarbeitenden, dass sie mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. E-Mails? Fehlanzeige. Die Plattformen AlmaWeb und Moodle, die wichtige Informationen wie Stundenpläne und Noten bereitstellen, sind ebenfalls nicht erreichbar. Komisch, oder? So fühlt es sich an, als würde man in einem digitalen Loch stecken.
Die Universität hat sofort reagiert und einen Krisenstab unter der Leitung von Rektorin Eva Inés Obergfell eingerichtet. Ein externer IT-Notfalldienstleister wurde ebenfalls hinzugezogen, um die Situation zu bewältigen. Das hat etwas von einem Notfalltraining, aber leider ist es kein Drill. Die internetverbundenen Server wurden vorsorglich abgeschaltet, um weiteren Schaden zu verhindern, und wann genau die Dienste wiederhergestellt werden können, ist noch unklar. Die Behörden sind informiert – was auch immer das bedeutet.
E-Mail-Krise und Verlängerung der Abgabefristen
Die E-Mail-Kommunikation ist nach wie vor gestört. Studierende und Mitarbeitende können keine Mails senden oder empfangen. Das ist nicht nur lästig, sondern auch richtig problematisch, denn viele brauchen ihre E-Mails für wichtige Anträge, wie zum Beispiel für BAföG oder das Semesterticket. Der Student*innenRat hat bereits von zahlreichen Anfragen berichtet. Das Gefühl, keinen Ansprechpartner zu haben, ist frustrierend – besonders in solchen Zeiten.
Die Abgabefristen für Haus- und Abschlussarbeiten wurden bis zum 6. November verlängert. Das ist zwar ein kleiner Lichtblick, aber die Unsicherheit bleibt. Studierende können oft keine Seminararbeiten, Portfolios oder andere prüfungsrelevante Dokumente hochladen oder herunterladen. Die digitale Anzeigetafel vor den Hörsälen funktioniert nicht, und das führt dazu, dass viele nicht einmal wissen, wo ihre Veranstaltungen stattfinden. Das Chaos ist perfekt.
Präsenzlehre und Kommunikation über soziale Medien
Die Präsenzlehre findet dennoch statt – das muss man der Universität lassen. Es gibt Lehrveranstaltungen, die weiterhin durchgeführt werden, auch wenn viele digitale Formate verschoben oder über externe Plattformen realisiert werden müssen. Die Universitätsbibliothek bleibt am Wochenende geöffnet, was für einige eine willkommene Abwechslung ist. Eine Ersatzwebseite unter www.uni-leipzig.de informiert Studierende und Mitarbeitende über aktuelle Entwicklungen. Auch über Instagram hält die Universität alle auf dem Laufenden.
Was bleibt, ist die Frage, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte. Es ist unklar, wie die Angreifer in die Systeme eindringen konnten, ob Daten abgeflossen sind und welche Hintergründe der Angriff hat. Cyberangriffe auf Hochschulen sind in den letzten Jahren gestiegen, und sie betreffen nicht nur die Universität Leipzig. Eine Studie zum Thema Cybersicherheit an Hochschulen hat gezeigt, dass dieses Thema ein zentrales Handlungsfeld für Bildungseinrichtungen geworden ist.
Die Rahmenbedingungen sind komplex, und die Bundesländer verfolgen unterschiedliche Ansätze. Einige haben umfassende Strategien, während andere Hochschulen eher autonom agieren. Das zeigt, wie wichtig es ist, Krisenmanagementprozesse zu etablieren und die Zuständigkeiten klar zu regeln. Wenn man bedenkt, wie oft solche Angriffe vorkommen, ist es fast unverständlich, dass nicht mehr für die Sicherheit gesorgt wird.
