Heute ist der 31.10.2026 und die Fußballwelt hier in Leipzig ist in Aufregung. Am Samstag um 15:30 Uhr steht für RB Leipzig ein großes Bundesliga-Duell an, das gleichzeitig mit einer bittersüßen Rückkehr für Assan Ouédraogo verbunden ist. Der 20-Jährige, der vor kurzem aus einer langen Verletzungspause zurückgekehrt war, muss allerdings erneut pausieren – und das ausgerechnet gegen seinen früheren Klub Schalke 04. Ein Schicksal, das es so nicht verdient hat.

Die Verletzung, die Ouédraogo Mitte September beim 5:0-Sieg gegen den HSV erlitten hat, stellt sich als besonders hartnäckig heraus. Nach nur 35 Minuten musste er das Spielfeld verlassen, und die anschließende ärztliche Untersuchung brachte die traurige Gewissheit: Eine Operation an der rechten Schulter war unumgänglich. Diese Schulter hat ihn bereits in der Vorbereitung wochenlang außer Gefecht gesetzt. Damals dachte man, eine konservative Behandlung könnte helfen, aber nun war diese Option nicht mehr gegeben.

Ein schmerzhafter Abschied

Die Rehabilitationsmaßnahmen verlaufen zwar planmäßig, aber die Rückkehr auf den Platz in diesem Fußballjahr ist für Ouédraogo ausgeschlossen. Ein weiterer Rückschlag, der nicht nur ihn, sondern auch das Team betrifft. Schließlich war er bei der letzten Champions-League-Partie in Madrid dabei – allerdings nur als Zuschauer, der die Mannschaft von der Seitenlinie aus unterstützte. Ein Besuch auf Schalke könnte ihm dennoch vergönnt sein, da seine Familie und Freunde im Ruhrgebiet wohnen. Sein jüngerer Bruder Riyad, der für die U17 von Schalke spielt, wird sicherlich auch für eine emotionale Verbindung sorgen.

Seine Zeit bei Schalke begann bereits mit acht Jahren, und über die zehn Jahre, die er dort verbracht hat, hat er sich einen Platz in den Herzen vieler Fans erarbeitet. Mit 17 Einsätzen für die Profimannschaft hat er eine beachtliche Karriere hingelegt, bevor er im Sommer 2024 zu RB Leipzig wechselte. Doch die Verletzungsprobleme beginnen sich zu summieren. Seit seinem Wechsel hat Ouédraogo verletzungsbedingt 63 von 109 möglichen Spielen verpasst. Wenn man bedenkt, dass er über 380 Tage in der Reha verbracht hat und diese Zahl auf über 634 Tage in seiner gesamten Karriere ansteigt, versteht man, warum die Verletzungsmisere so frustrierend ist.

Der Trainer blickt optimistisch nach vorn

Leipzig-Trainer Martín Demichelis hat sich besorgt über die wiederkehrenden Verletzungen geäußert. Er erinnert sich noch gut an die letzten Begegnungen mit Schalke – insgesamt 17 Mal stand er auf dem Platz, häufig im Trikot des FC Bayern. Diese Begegnung wird für ihn und das gesamte Team eine besondere Bedeutung haben, denn RB Leipzig strebt den ersten Auswärtssieg der Saison an. Mit einer Bundesliga-Statistik, die besagt, dass man in der Geschichte noch nie gegen einen Aufsteiger verloren hat – ganze 36 Siege in 41 Duellen –, könnte das ein ganz spannendes Match werden!

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Doch ohne Ouédraogo muss Leipzig auch in den kommenden Wochen auf ihn verzichten. Für Champions-League-Spiele gegen PSV Eindhoven und Real Madrid sowie das Bundesliga-Duell gegen den FC Bayern wird er nicht zur Verfügung stehen. Das wird eine Herausforderung, die mit Bedacht angegangen werden muss. Seine Rückkehr zur Nationalmannschaft, in der er bei der Weltmeisterschaft als Nachrücker dabei war, wird ebenfalls auf Eis gelegt. Bundestrainer Jürgen Klopp muss sich ohne den talentierten Spieler auf die bevorstehenden Nations-League-Spiele vorbereiten.

Die Fans wünschen sich nichts sehnlicher, als dass Ouédraogo die Verletzungspechsträhne endlich hinter sich lassen kann. Die Hoffnung bleibt, dass er eines Tages wieder die gesamte Saison durchspielen kann, ohne ständig von Verletzungen zurückgehalten zu werden. In der Zwischenzeit wird das Team alles daran setzen, auf Schalke eine gute Leistung abzuliefern, auch wenn sie ohne ihren DFB-Juwel auskommen müssen.