Betonblockade vor DFB-Pokalspiel: Ultras sabotieren Zugang für Leipziger Fans
In der Welt des Fußballs kann es manchmal drunter und drüber gehen – und das ganz besonders, wenn rivalisierende Fans aufeinanderprallen. So geschehen vor dem DFB-Pokalspiel zwischen Rot-Weiss Essen und RB Leipzig. Unbekannte Ultras aus Essen haben kurzerhand den Gästebereich im Stadion an der Hafenstraße mit Beton versiegelt! Ein echtes Meisterwerk der Sabotage, oder? Am Dienstagmorgen, als die Stadtmitarbeiter das Stadion inspizierten, fiel ihnen die bizarre Aktion ins Auge. Beton in einem Holzrahmen zwischen zwei Eingangstoren – das war nicht gerade einladend für die 550 mitreisenden Leipziger Fans.
Die Statik des Zugangs war zwar nicht ganz stabil, aber die gute Nachricht: Die Stadt und der Verein packten schnell an und schafften es, die Blockade bis gegen 10 Uhr zu entfernen. So konnten die Fans letztlich doch noch ins Stadion strömen – auch wenn sie wahrscheinlich nicht ohne ein mulmiges Gefühl in den Magen dorthin gingen.
Ein Spiel mit Personalproblemen
Doch nicht nur die Fans hatten Grund zur Besorgnis. Auch die Mannschaften standen vor Herausforderungen: RB Leipzig musste auf Christopher Nkunku verzichten, der sich mit Adduktorenproblemen herumplagt. Und Verteidiger Maxime Estéve war nach einem Schlag im letzten Spiel gegen Elversberg vorsichtshalber nicht im Kader. Im Tor wird voraussichtlich Örjan Nyland stehen, der bereits gegen Elversberg glänzen konnte. Bei Rot-Weiss Essen sieht die Situation ähnlich aus. Marek Janssen, ein wichtiger Spieler, droht wegen Rückenbeschwerden auszufallen. Falls das eintritt, fehlen dem Team alle drei gelernten Mittelstürmer – keine optimalen Vorzeichen für das Heimspiel!
Das Stadion an der Hafenstraße, das rund 20.000 Zuschauer fasst, wird am Dienstagabend dennoch gut gefüllt sein. Essen ist in dieser Saison bei Heimspielen ungeschlagen, während Leipzig nur einen Auswärtssieg vorweisen kann – ein 6:0 gegen den Regionalligisten Trier in der ersten Pokalrunde. Man könnte sagen, ein heißes Duell steht bevor!
Fanaktionen und Rivalität
Die Geschichte des DFB-Pokals ist voll von skurrilen Fanaktionen, und die gegen RB Leipzig sind besonders zahlreich. 2016 warf jemand beim Spiel gegen Dynamo Dresden einen abgetrennten Bullenkopf auf den Platz. 2022 wurde das Fanfest beim Pokalfinale gegen den SC Freiburg mit Buttersäure angegriffen. Und 2025 versuchten Ultras in Sandhausen, ein Banner mit der Aufschrift „Scheiß Red Bull“ über dem Leipziger Fanblock zu bringen – ein echtes Spektakel, wenn man so will!
Zum Hintergrund der Beton-Aktion: Oberhalb des zugemauerten Tores hinterließen die Täter die Botschaft „Bullen müssen heute draußen bleiben“. Ein bisschen ironisch, denn die Blockade hinderte theoretisch auch die eigenen Anhänger am Zugang. Rot-Weiss Essen trägt die Kosten für die Aufräumarbeiten in Höhe von mehreren tausend Euro selbst – das ist mal ein teurer Spaß!
Das DFB-Pokalspiel zwischen dem Drittligisten Rot-Weiss Essen und RB Leipzig ist für Dienstagabend um 18 Uhr angesetzt. Die Fans aus Leipzig können also aufatmen – trotz aller Widrigkeiten sind sie im Stadion! Und die Frage bleibt: Wie wird sich das Ganze auf den Ausgang des Spiels auswirken? Der Fußballgott ist unberechenbar, das steht fest!
