Die Universität Leipzig steht derzeit vor einer gewaltigen Herausforderung. Vor zwei Tagen, am 28. Oktober 2026, wurde ein Cyberangriff bekannt, der die IT-Systeme und Webseiten der Hochschule weitgehend lahmgelegt hat. Studierende und Mitarbeitende sind in einer Art digitalem Schockzustand, denn der Zugang zu wichtigen Anwendungen ist stark eingeschränkt. Der Krisenstab unter der Leitung von Rektorin Eva Inés Obergfell hat sofort reagiert und einen externen IT-Notfall-Dienstleister engagiert, um die Lage zu entschärfen.

Am Mittwoch wurden die mit dem Internet verbundenen Hochschulserver vorsorglich abgeschaltet, um weiteren Schaden zu verhindern. Ein klarer Zeitpunkt für die Wiederherstellung der IT-Dienste steht noch in den Sternen. Das bedeutet: Keine E-Mails, kein Zugang zu AlmaWeb oder Moodle – für die über 30.000 Studierenden eine echte Katastrophe. Stundenpläne, Noten und wichtige Mitteilungen sind im Moment nur schwer zu erreichen. Besonders kritisch wird es jetzt für die, die Immatrikulationsbescheinigungen benötigen. Diese sind ja oft für BAföG-Anträge und Semestertickets unabdingbar.

Ein chaotisches Semester

Die technische Störung hat auch Auswirkungen auf die Präsenzlehre. Manche digitale Lehrveranstaltungen müssen umorganisiert oder auf externe Plattformen verlagert werden. Und die digitalen Anzeigetafeln vor den Hörsälen? Totalausfall. Studierende wissen oft gar nicht, wo ihre Veranstaltungen stattfinden. Es ist eine chaotische Situation, die kurz vor Fristabläufen für Prüfungsleistungen noch zusätzlich Unsicherheit schafft. Viele Anfragen fliegen beim Student*innenRat ein, und die Studierenden erreichen kaum Ansprechpartner. Das ist frustrierend!

Die Universität hat eine Ersatzwebseite unter www.uni-leipzig.de eingerichtet, um die dringendsten Informationen bereitzustellen. Hier gibt es FAQs für Beschäftigte und Studierende sowie Funktionspostfächer für essentielle Kommunikation. Aber ob diese wirklich nützlich sind, bleibt abzuwarten, denn die Infos fließen nur schleppend. Es gibt auch keine Hinweise darauf, wie die Angreifer in die Systeme eindringen konnten, und noch unklarer ist, ob Daten abgeflossen sind.

Cyberangriffe im Trend

Im Hinblick auf die allgemeine Cyberbedrohungslage ist die Situation an der Universität Leipzig nicht allein. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind institutionelle Angriffe ein weit verbreitetes Phänomen. Ransomware-Gruppen zielen häufig auf Hochschulen und öffentliche Einrichtungen ab. Die durchschnittliche Bandbreite der DDoS-Angriffe in Deutschland hat sich zuletzt stark erhöht. Ein Grund zur Besorgnis, denn ein solcher Anstieg kann die Sicherheit und Stabilität der IT-Strukturen weiter gefährden.

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Aktuell gibt es keine Bestätigung für einen bestimmten Angriffsweg oder eine Tätergruppe, und auch die Bezeichnung „Ransomware“ steht auf wackeligen Beinen, da die Informationen dazu noch nicht ausreichend sind. Das BSI hat in den vergangenen Monaten sogar eine Zunahme an Cyberkriegsaktivitäten im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen beobachtet, was die Lage zusätzlich kompliziert.

Die Universität wird den Vorfall weiterhin intensiv untersuchen und die betroffenen Systeme analysieren. Die Studierenden sind aufgefordert, vorsichtig zu sein, besonders bei fragwürdigen E-Mails, die möglicherweise im Umlauf sind. So wird geraten, Links nicht einfach anzuklicken und Passwörter nicht leichtfertig weiterzugeben. Es bleibt zu hoffen, dass die Universität bald wieder in die Normalität zurückfindet und die Studierenden nicht länger in der Unsicherheit schwelgen müssen.