Am 2. Juni 2026 fanden sich rund 40 Fachkräfte aus Verwaltungen, Quartiersmanagement und sozialen Trägern in Leipzig-Grünau ein, um gemeinsam einen Blick in die Zukunft der Gemeinwesenarbeit zu werfen. Diese Veranstaltung, organisiert von der Servicestelle Quartiersentwicklung und Gemeinwesenarbeit Sachsen (QuGe) sowie der Stadt Leipzig, hatte das Motto „Gemeinwesenarbeit vor Ort erleben“ – und das war nicht nur ein schöner Slogan! Es ging darum, die Bedeutung der Gemeinwesenarbeit für die Zukunftsfähigkeit von Quartieren und Kommunen hautnah zu erfahren.
Die Exkursion führte die Teilnehmer durch den lebendigen Stadtteil Grünau, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Während der Tour wurden drei soziale Träger besucht, die eindrucksvoll demonstrieren, wie soziale Stadtentwicklung Quartiere langfristig stärken kann. So startete die Gruppe in der „HuUpa“ – der Handwerks- und Upcycling-Akademie des kunZstoffe e. V. Hier wird nicht nur repariert und upgecycelt, sondern auch kreativ gedacht. Ein echtes Paradies für Bastler und Umweltbewusste!
Ein Raum für Kreativität und Begegnung
Die zweite Station, der KinderKunstPlanet des greater form / GIRO e.V., öffnete eine neue Dimension der Kreativität für Kinder und Jugendliche. Hier können sie sich entfalten, experimentieren und neue Talente entdecken. Humorvoll, verspielt und voller Energie – der Raum sprüht förmlich vor Ideen und Möglichkeiten! Es ist beeindruckend zu sehen, wie solche Initiativen nicht nur die jungen Leute, sondern auch ganze Nachbarschaften zusammenbringen.
Zu guter Letzt war da das Projekt „Über Generationen hinweg“ des RAA Leipzig e.V. in der Rudi-Glöckner-Oberschule, das als Begegnungsstätte für die Nachbarschaft dient. Hier wird nicht nur Wissen weitergegeben, sondern auch das Miteinander gestärkt. Es zeigt sich, dass Gemeinwesenarbeit weit mehr ist als nur ein Beruf – es ist eine Leidenschaft, die Gemeinden zusammenführt.
Der Blick in die Zukunft
Die Teilnehmer der Exkursion diskutierten auch Strategien und Projektumsetzungen im Rahmen des ESF Plus Programms „Nachhaltige Soziale Stadtentwicklung“. Dieses Programm, gefördert durch die EU, zielt darauf ab, sozial benachteiligte Stadtgebiete in 26 sächsischen Kommunen zu unterstützen. Die Voraussetzung? Ein gebietsbezogenes, integriertes Handlungskonzept (GIHK) für das Quartier. Ehrlich gesagt, es ist ein großer Schritt, um die Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Mit neun Vorhaben in den Bereichen „Soziale Integration“ und „Informelle Kinder- und Jugendbildung“ bis Ende 2027 ist Grünau auf einem sehr guten Weg. Gerlinde Meyer, Programmbegleitung ESF Plus, machte deutlich, wie wichtig dieses Programm als Ergänzung zum Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt ist. Und das ist kein leeres Gerede – die positiven Auswirkungen der Gemeinwesenarbeit sind spürbar, und die Teilnehmer der Exkursion konnten dies direkt erleben.
Die Servicestelle QuGe spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie unterstützt durch Vernetzung, Wissensvermittlung und kooperative Arbeitsprozesse. Das ist wie ein unsichtbares Netz, das die verschiedenen Akteure zusammenhält und ihnen hilft, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Gemeinwesenarbeit sollte wirklich als dauerhafte kommunale Pflichtaufgabe in der Sozialraumplanung und Stadtentwicklung verankert werden – das wäre ein echtes Zeichen für die Zukunft!
Insgesamt zeigt sich, dass die Exkursion durch Grünau nicht nur eine lehrreiche Erfahrung war, sondern auch ein Aufruf, die eigenen Anstrengungen in der Gemeinwesenarbeit zu intensivieren und neue Wege zu beschreiten. Denn schließlich geht es um die Menschen, die hier leben, und um die Chancen, die wir ihnen bieten können.



