Kreisbauerntag 2026: Zwischen Tradition und Technik – Ein Blick in die Zukunft der Landwirtschaft
Heute ist der 8.06.2026, und in Holzhausen versammelt sich eine beachtliche Menge von rund 200 Gästen zum Kreisbauerntag. Die Atmosphäre ist lebhaft, das Summen von Gesprächen und Lachen erfüllt den Raum, während Landwirte, Vertreter von Ämtern, Banken und Wirtschaftspartnern aufeinander treffen. Es ist ein Tag voller Erkenntnisse, Diskussionen und – ganz wichtig – auch ein bisschen Spaß!
Ein Highlight der Veranstaltung ist die Besichtigung des landwirtschaftlichen Betriebs von Hans Grabner. Auf seinem Hof dreht sich alles um die neuesten Technologien, insbesondere um einen beeindruckenden Fütterungsroboter. Grabner hält etwa 200 Tiere, darunter Milchkühe, Jungvieh und Mastbullen, und hat seine Fütterung bereits automatisiert. Der Roboter, speziell für kleinere Betriebe entwickelt, mischt Grund- und Ergänzungsfutter und fährt selbstständig zu den Tieren. Da kann man nur sagen: So viel Technik macht das Leben leichter! Sechs Fütterungen pro Tag? Das sind nicht nur höhere Milchleistungen, sondern auch eine enorme Zeitersparnis für die Landwirte.
Grußworte und kritische Stimmen
Die Eröffnungsrede wird von Hans Gruber, dem Kreisobmann, eingeleitet, gefolgt von Roman Niederberger, dem stellvertretenden Landrat, und Georg Quentin, dem dritten Bürgermeister von Teisendorf. Alle betonen die Wichtigkeit der Landwirtschaft für die Region und die Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Besonders spannend wird es, als Stefan Meitinger vom BBV das Festreferat hält. Er spricht über den neuen EU-Haushalt für 2028-2034, der sich auf 2.000 Milliarden Euro beläuft. Doch das große Aber: weniger Geld für die Landwirte, eine Streichung von 22% für die GAP. Da wird’s schon mal ruhig im Saal.
Meitinger übt scharfe Kritik an der EU-Naturwiederherstellungsverordnung und dem Düngemittelaktionsplan. Es gibt Forderungen nach steuerfreien erneuerbaren Kraftstoffen für die Landwirtschaft, und auch das Bayerische Naturschutzgesetz sowie der Wassercent stehen auf der Liste der kritisierten Punkte. Man spürt, dass die Landwirte nicht nur mit den Herausforderungen des Alltags kämpfen, sondern auch mit den Vorgaben der Politik. Einige von ihnen haben genug von den strengen Auflagen und fordern mehr Flexibilität.
Auszeichnungen und ein unbeschwerter Ausklang
Ein weiterer bewegender Moment ist die Ehrung der neuen Landwirtschaftsmeister. Peter Enzinger aus Teisendorf und Stefan Feil aus Freilassing erhalten ihre Meisterbriefe. Enzinger hat große Pläne und möchte junge Menschen ausbilden, während Feil aktuell keine Möglichkeit sieht, Nachwuchs zu fördern. Man merkt, dass die Gedanken an die Zukunft der Branche viele bewegen.
Der Tag endet schließlich mit einem Sketch, der die Ereignisse des vergangenen Jahres humorvoll aufgreift, gefolgt von musikalischer Unterhaltung durch die Band Högl Six. Diese entspannte Atmosphäre lässt alle Sorgen für einen Moment vergessen, und die Veranstaltung klingt in geselliger Runde aus.
In Anbetracht der bevorstehenden Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 ist es klar, dass die Herausforderungen für die Landwirte nicht weniger werden. Das Ziel der EU-Reform, die Zahlungen pro Hektar nach Betriebsgröße zu staffeln, könnte kleinere Betriebe benachteiligen. Während die Diskussion über die Reform weitergeht, bleibt den Landwirten nur, sich gemeinsam für ihre Belange einzusetzen und auf eine bessere Zukunft zu hoffen.
Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen Fortschritt und Tradition, zwischen Technik und Natur, zwischen den Anforderungen der Politik und den Bedürfnissen der Landwirtschaft. Doch eines ist sicher: Der Kreisbauerntag war mehr als nur eine Veranstaltung. Er war ein Zeichen der Gemeinschaft, des Austausches und der Hoffnung auf eine positive Wendung in der Agrarpolitik.




