Leipzigs Kampfgeist vor der Revanche: Auswärts gegen Bayern auf der Suche nach den ersten Punkten
Am Samstag, dem 21. Oktober 2026, um 18:30 Uhr wird es für RB Leipzig ernst. Auswärts beim FC Bayern München wollen die Sachsen endlich die ersten Bundesliga-Punkte in der Fremde einfahren. Die letzten beiden Auswärtsspiele endeten alles andere als erfreulich: Eine Niederlage in Bremen und eine weitere in Leverkusen – die Bilanz spricht für sich. Trainer Martín Demichelis, der ja bekanntlich selbst einmal für die Bayern auf dem Platz stand, hat klare Vorstellungen. Eine kompakte Defensive ist gefordert, aber gleichzeitig soll das Team offensiv agieren. „Wir dürfen nicht nur im eigenen Strafraum stehen“, so Demichelis. Ein Tor erzielen und möglichst ohne Gegentor spielen – das ist die Devise. Vor dem Duell mit dem Rekordmeister erinnert er jedoch: „Bayern gewinnt zehn von zehn Spielen.“
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache – in den letzten zwei Begegnungen zwischen Leipzig und Bayern gab es eine Torbilanz von 1:11. Unvergessen bleibt die 0:6-Niederlage zu Saisonbeginn in München, gefolgt von einem 1:5 in Leipzig. Aber der Kampfgeist der Leipziger ist ungebrochen: „Wir streben eine Revanche an“, wird Torschütze Brajan Gruda zitiert, der beim letzten Champions-League-Spiel gegen PSV Eindhoven den entscheidenden Treffer erzielte. „Mit vollem Einsatz können wir jeden Gegner schlagen“, ist er überzeugt. Ein guter Teamgeist stützt die Mannschaft, und das Vertrauen untereinander ist spürbar.
Heimstark, aber Auswärts schwach
Wenn man einen Blick auf die Heimspiele wirft, sieht die Welt für Leipzig ganz anders aus. Da glänzt das Team mit einer beeindruckenden Bilanz: 5:0 gegen den Hamburger SV, 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach und 6:0 gegen Eintracht Frankfurt – insgesamt 14 Tore ohne Gegentor in drei Spielen. Kapitän David Raum hat sich dennoch vorgenommen, das Verhältnis zwischen Heim- und Auswärtsleistungen auszugleichen. „Wir müssen auch auswärts zeigen, was wir können“, fordert er nachdrücklich.
Die Situation ist jedoch nicht ganz einfach. Leipzig hat in der aktuellen Saison die letzten drei Bundesliga-Auswärtsspiele verloren: Die Schmach von Bremen, ein 1:4 in Freiburg und ein weiteres 1:4 bei Bayer Leverkusen. Zudem fallen wichtige Spieler aus, darunter Rocco Reitz und Christoph Baumgartner, die beide mit Oberschenkelverletzungen zu kämpfen haben. Neuigkeiten von Assan Ouedraogo: Er stand gegen den Hamburger SV nach längerer Verletzung wieder in der Startelf, musste aber verletzungsbedingt frühzeitig vom Platz. Sein Ausfall aufgrund einer Kapselverletzung in der Schulter wird schmerzlich vermisst.
Der Weg zur Revanche
In der Abwehr wird auf eine stabile Aufstellung gesetzt. Torhüter Maarten Vandevoordt wird von Castello Lukeba und Willi Orban, der seine zwölfte Saison bei Leipzig bestreitet, unterstützt. Auf der linken Außenbahn gibt es keinen Zweifel – David Raum ist gesetzt. Rechts erhält Benjamin Henrichs den Vorzug vor Ridle Baku, und das zentrale Mittelfeld ist mit Nicolas Seiwald, Ezequiel Banzuzi und Neil El Aynaoui gut besetzt. Der Neuzugang El Aynaoui, der von der AS Rom ausgeliehen wurde, hat in seinen ersten drei Einsätzen bereits überzeugt.
Die Offensive bietet zahlreiche Möglichkeiten. Antonio Nusa war beim 5:0 gegen Hamburg der herausragende Spieler mit einem Tor und zwei Vorlagen. Christopher Nkunku, der im Sommer von einem Leihgeschäft bei AC Mailand zurückkehrte, soll die Lücke des Rekordtransfers Yan Diomande füllen. Der Franzose hat bereits eine eindrucksvolle Bilanz: 172 Pflichtspiele, 70 Tore und 56 Vorlagen für Leipzig. Und auch die Talente wie Johan Bakayoko, Tidiam Gomis, Brajan Gruda, Romulo und der 17-jährige Samba Konaté stehen bereit, um die Offensive zu unterstützen.
Mit all diesen Faktoren im Gepäck geht Leipzig optimistisch in die Partie gegen Bayern. Ein spannendes Match ist zu erwarten, und die Fans hoffen auf die Wende in der Auswärtsbilanz. Die Zeit für eine Revanche könnte nicht besser sein!
