Leipzigs Mehrweg-Offensive: Gemeinsam gegen To-go-Müll und für nachhaltige Gastronomie
Leipzig hat sich auf eine spannende Mission begeben! Mit einer frischen Mehrweg-Offensive soll das Müllaufkommen durch To-go-Essen und Getränke deutlich reduziert werden. Das klingt nach einer richtig guten Idee, oder? Die Initiative richtet sich nicht nur an die hungrigen Leipziger, sondern auch an die Gastronomie, die es in der Stadt so bunt und vielfältig macht. Im Fokus stehen vor allem Imbisse, Bäckereien und Cafés, die jetzt Teil dieser nachhaltigen Bewegung werden sollen.
Ein wichtiger Partner in dieser Initiative ist die Leipziger Industrie- und Handelskammer (IHK), zusammen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und der Stadt Leipzig. Der DEHOGA hat sich sogar das ambitionierte Ziel gesetzt, 60 Prozent der bisher nicht teilnehmenden Betriebe für Mehrweg zu gewinnen. Das klingt nach einer echten Herausforderung! Besonders der DEHOGA-Geschäftsführer Axel Klein setzt auf Überzeugungsarbeit, vor allem bei Unternehmen, die noch keine gesetzliche Mehrwegpflicht haben.
Die Umsetzung der Mehrweg-Initiative
Ein ganz konkretes Ziel ist es, die Zahl der To-go-Verpackungen in Leipzig zu reduzieren. Eine Analyse hat gezeigt, dass beeindruckende 40 Prozent des Mülls in der Innenstadt aus To-go-Verpackungen bestehen. Wow! Die IHK will in den nächsten zwei Jahren eine Senkung des Kunststoff- und Papiermülls um 15 Prozent erreichen. Das ist ambitioniert, aber mit einer gut durchdachten Marketingkampagne, die am 1. November gestartet ist, könnte das klappen. Einladende Postkarten mit Slogans wie „Einmal Döner scharf und mit Mehrweg bitte“ sollen die Menschen dazu bringen, umzudenken.
Besonders spannend wird es am Hauptbahnhof, wo ein systemübergreifender Rückgabeautomat für Mehrwegverpackungen installiert werden soll. Dieser Automat wird nicht nur von Einheimischen, sondern auch von Touristen genutzt werden können. Das ist praktisch! Die zurückgegebenen Becher sollen zudem mit Pfandrückzahlung angenommen werden. Und keine Sorge: Ein spezielles Leipziger Mehrweggeschirr ist nicht geplant, denn die Betriebe können die Pfandhöhe selbst festlegen.
Ein Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen
Ein weiterer Punkt, der das Ganze noch interessanter macht: Seit dem 1. Januar 2023 gilt in Deutschland die Mehrwegangebotspflicht für Speisen und Getränke zum Sofortverzehr. Das Verpackungsgesetz verpflichtet Letztvertreiber, also auch unsere geliebten Gastronomiebetriebe, Einwegverpackungen zusätzlich in Mehrwegvarianten anzubieten. Das betrifft nicht nur Restaurants und Cafés, sondern auch Kantinen und Supermärkte. Kleinere Betriebe mit weniger als fünf Beschäftigten können sogar mitgebrachte Behälter der Kunden befüllen.
Das Ziel dieser Regelung ist klar: Weniger Einwegverpackungen, weniger Müll! Und das ist dringend nötig, denn Einwegverpackungen werden oft nur kurz genutzt, bevor sie im Müll landen oder die Umwelt belasten. In anderen Städten wie Freiburg und Tübingen gab es bereits ähnliche Ansätze, die teils auch auf Widerstand stießen. Leipzig setzt auf freiwillige Mehrwegangebote und hofft, den Konsum von Pizza-Verpackungen und Kaffeebechern in der Innenstadt und am Hauptbahnhof zu reduzieren.
Die Idee ist, dass durch die Sensibilisierung der Verbraucher und die Sichtbarmachung der teilnehmenden Geschäfte – mit Aufklebern und einem Leipziger Mehrweg-Finder, der Lokale und Rückgabestationen auflistet – ein Umdenken stattfinden kann. Mit einem QR-Code am Kaffeebecher finden die Kunden die nächste Rückgabemöglichkeit. Das klingt alles sehr durchdacht, und wir sind gespannt, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird!
