Die Wellen des Erfolgs schlagen hoch in Leipzig! Vom 24. Oktober bis 1. November 2026 fand im Sportleistungszentrum CREPS Dijon das dritte European Aquatics Youth Camp statt. Mit rund 120 Nachwuchsschwimmern aus 21 Ländern, Trainern, Sportwissenschaftlern und Experten war das Camp ein internationales Highlight. Es war das erste Mal, dass Dijon als Austragungsort diente, nachdem Potsdam und Eindhoven bereits in den vergangenen Jahren die Gastgeberrolle übernommen hatten. Ziel des Camps? Klar, die Schwimmer sollten ihre Fähigkeiten verbessern und gleichzeitig den Austausch zwischen den europäischen Schwimmverbänden fördern, um so die Konkurrenzfähigkeit gegenüber den USA und Australien zu stärken.

Der SSV Leutzsch war stolz darauf, mit Nachwuchstalent Hardy Frank und Trainer Ramon Klenz vertreten zu sein. Der 15-jährige Hardy hatte zuvor drei Wochen in Texas verbracht, wo er beim Magnolia Aquatic Club im Großraum Houston trainierte und an einem US-amerikanischen Schwimmwettkampf teilnahm. Er lebte bei einer Gastfamilie und tauchte tief in den amerikanischen Alltag und die Kultur ein. Nach seiner Rückkehr nach Leipzig wurde Hardy auf Einladung von Nachwuchsbundestrainer Hannes Vitense für das Eurocamp nominiert. Seine Erfolge sprechen für sich: Internationale Medaillen beim Central European Countries Junior Meeting in Ljubljana und die Teilnahme an weiteren Maßnahmen der deutschen Nachwuchsnationalmannschaft zeigen, dass er ein echtes Talent ist.

Training und Austausch in Dijon

In Dijon stand das gemeinsame Lernen im Vordergrund. Hardy trainierte in der Gruppe der Freistil-Mittelstreckler über 200 und 400 Meter – Strecken, die für ihn noch ungewohnt sind. Doch genau das ist der Sinn dieses Camps: sich weiterzuentwickeln. Unter Anleitung der erfahrenen Trainer Curtis Coulter aus Irland und Andrea Fraconetti aus Italien erhielt Hardy individuelles Feedback und arbeitete an neuen körperlichen Anforderungen. Bei einer besonders herausfordernden Trainingseinheit musste er sich sogar kurz übergeben, doch die Leidenschaft und der unermüdliche Wille trugen ihn weiter durch das Training.

Aber nicht nur Hardy war aktiv. Ramon Klenz, einst selbst ein erfolgreicher Leistungsschwimmer, brachte wertvolle Erfahrungen mit. Jetzt als Trainer beim SSV Leutzsch tätig, konnte er seine Expertise in das Camp einbringen und mit Kollegen aus ganz Europa Erfahrungen austauschen. Sein scharfes Auge für Technik und Bewegung wurde im offiziellen DSV-Bericht von Hannes Vitense besonders hervorgehoben. Die Kombination aus praktischem Training und sportwissenschaftlicher Begleitung war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Das Camp hatte jedoch mehr zu bieten als nur Training. Zum Rahmenprogramm gehörten ein Stadtbesuch in Dijon, ein Empfang im Rathaus und gemeinsame Abende beim Bowling und Lasertag. Hier entstanden internationale Kontakte und Freundschaften, die über die Schwimmbecken hinausreichen. Die Athleten trainierten nicht nur im Wasser, sondern verbrachten auch ihre Freizeit miteinander. So wurde das Camp zu einem Erlebnis, das weit über die Schwimmleistungen hinausgeht.

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Hardy hat durch das Camp nicht nur neue Trainingsmethoden kennengelernt, sondern auch wertvolle internationale Erfahrungen gesammelt. Ramon konnte sich mit anderen Trainern vernetzen und Anregungen für die Arbeit im SSV Leutzsch mitnehmen. Die Teilnahme an solch einem Camp ist für den Verein eine Bestätigung seiner Nachwuchs- und Trainerausbildung. Die nächsten Jahre versprechen bereits neue Abenteuer: Ungarn und Polen haben Interesse an einer Teilnahme signalisiert, und vielleicht zieht es das Camp erneut in die Niederlande.

Ein Blick in die Zukunft

Im Rahmen der Nachwuchskonzeption des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) liegt der Fokus auf der systematischen Förderung junger Talente. Die Entwicklung erfolgt stufenweise, von der Grundlagenausbildung bis hin zum Hochleistungssport. Die Konzepte zielen darauf ab, nicht nur die sportlichen Fähigkeiten zu fördern, sondern auch die Athleten in ihrer gesamten Entwicklung zu unterstützen. Dies wird durch ein verbundene System von Leistungssport und Bildung, sowie durch sportwissenschaftliche Begleitung gesichert.

Mit einem herzlichen Dank an alle, die diese Reise ermöglicht haben – von Hannes Vitense über die Trainer und Experten bis hin zur Freien Waldorfschule Leipzig, die Hardys Teilnahme unterstützt hat – blicken wir auf neun intensive Tage zurück, die sowohl für Hardy als auch für Ramon prägend waren. Die kommenden Herausforderungen im Schwimmsport können kommen!